RSO-Wien im Jänner: Aufnahme einer CD-Edition mit Egon Wellesz- Symphonien

Wien (OTS) - Das Radiosymphonieorchester Wien beginnt das neue
Jahr mit Aufnahmen für eine CD-Edition, die alle neun Symphonien von Egon Wellesz beinhaltet. Weiters stehen im Jänner drei
Konzerte auf dem Programm, zwei davon sind im RadioKulturhaus zu hören.****

In Zusammenarbeit mit der deutschen Firma cpo nimmt das RSO-
Wien nach und nach alle neun Symphonien von Egon Wellesz auf. Gottfried Rabl dirigiert die Werke des Exil-Österreichers, der
1885 in Wien zur Welt kam, zwei Jahre bei Arnold Schönberg
privaten Kontrapunktunterricht erhielt und mit seinen frühen Opern in Deutschland zwischen den beiden Weltkriegen erfolgreich war.
1931 wurden seine "Bakchantinnen" unter Clemens Krauss an der
Wiener Staatsoper uraufgeführt. Seine Symphonien entstanden ab
1945 im englischen Exil - die Erste wurde 1948 von den Berliner Philharmonikern unter Sergin Celibidache uraufgeführt, die Neunte 1972 unter Carl Melles in Wien. Wellesz, bereits schwerkrank,
konnte nicht mehr nach Wien kommen - er starb 1974 in Oxford. Ab
der 5. Symphonie schrieb Wellesz dodekaphonisch, also in der von Schönberg erfundenen Zwölftontechnik. Allerdings blieb er der Reihenorganisation später nicht streng verhaftet: "Wenn mir ein konstrastierender musikalischer Gedanke vorschwebt, der anderen Gesetzen folgen muss als denen der Reihe, dann zögere ich nicht, dem Einfall zu vertrauen und eine Musik zu schreiben, die tonal gebunden ist", schrieb er 1957.

Weiters stehen im Jänner drei Konzerte auf dem Programm des RSO-Wien: Am 17. Jänner debütiert Frankfurts Opernchef Paolo Carigniani im Wiener Konzerthaus - er dirigiert Beethovens Achte, Skriabins Klavierkonzert (Solist: Anatol Ugorski) und Bartoks Concerto. Am 24. Jänner begleitet das RSO-Wien beim "Fest mit Flügeln" im RadioKulturhaus die Pianisten Eduard und Johannes Kutrowatz (Poulenc: Konzert für 2 Klaviere), Florian Krumpöck (Uraufführung des Konzerts für die linke Hand von Karl Weigl) und Elisabeth Leonskaja (Chopin e-moll Konzert). Dirigent dieses Klavierfestes ist Horia Andreescu. Am 31. Jänner leitet die junge amerikanische Dirigentin Karen Kamensek (Volksoper) im
Festspielhaus St. Pölten ein Konzert mit dem Titel "Sounds of America". Auf dem Programm: John Adams "Short Ride in a fast Machine", Coplands "Rodeo"-Suite, Coriglianos "Red Violine"
(Solist: Igor Malinovsky), Bernsteins "Fancy Free"-Ballettsuite, Kernis‘ "New Era Dance" und die symphonische Suite "The Empire strikes back" aus "Star Wars II" von John Williams. Eine öffentliche Generalprobe dieses Konzerts findet am 30. Jänner im RadioKulturhaus statt (19.30 Uhr). Karten für die beiden Veranstaltungen im RadioKulturhaus sind über das Kartenbüro (Tel.:
01/501 70-377) erhältlich.(ih)

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