"profil": AUA mit neuer Unternehmensstrategie

Stammhauskonzept verworfen/Trennung in Produktion und Vertrieb

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, fliegt die Austrian Airlines-Gruppe (AUA, Lauda Air, Tyrolean Airways, Rheintalflug) mit einem neuen Unternehmenskonzept in das Jahr 2002. Kern der neuen Strategie ist die strikte Trennung in Produktion und Vertrieb mit klarer Ergebnisverantwortlichkeit. "Das Stammhauskonzept ist passe", wird AUA-Finanzvorstand Thomas Kleibl in der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" zitiert. Das Stammhauskonzept sah im wesentlichen die Zusammenführung zentraler Aufgaben wie Einkauf, Controlling oder Einkauf im Mutterhaus vor.

Mit der neuen Strategie will der mit heftigen Turbulenzen kämpfende österreichische Luftfahrtkonzern schlagkräftiger im Wettbewerb werden, die personelle Verantwortung straffen und die internen Kosten transparenter machen. "Es ist jetzt klar geregelt, wer wofür gerade stehen muss", begründet Kleibl die Umstrukturierung.

Einer des wesentlichen Unterschiede zu dem bisher verfolgten Stammhauskonzept wird etwa sein, dass die für die gesamten Charteraktivitäten im Konzern verantwortliche Lauda Air nicht nur innerhalb der Gruppe, etwa bei Tyrolean Airways, Flugzeuge anmieten kann, sondern Kapazitäten auch am freien Markt zukaufen kann.

Das geänderte Unternehmenskonzept bringt auch eine neue Aufgabenverteilung in der Führungsebene mit sich. Alle vier Vorstände übernehmen, anders als dies beim vorherigen AUA-Vorstand der Fall war, künftig auch direkte operative Aufgaben. Das führt zu einer Verkleinerung der zweiten Managementebene. meldet "profil". Zahlreiche interne Personalrochaden sind die Folge.

Für die AUA-Passagiere wird es im neuen Jahr einige Änderungen geben. Durch die Sparmaßnahmen und die stark zunehmende Konkurrenz von Billigfluggesellschaften wird die AUA in der Economyklasse auf Kurzstrecken das Bordservice stark einschränken beziehungsweise überhaupt einstellen. Die Tagesrandverbindungen für den Geschäftsreiseverkehr sollen dafür mit zusätzlichen Flügen verdichtet und damit kundenfreundlicher gestaltet werden.

Für 2002 peilt die AUA, die für das Vorjahr aller Voraussicht nach einen Jahresverlust von 150 Mio. Euro ausweisen wird, ein ausgeglichenes Ergebnis an. Die mit finanziellen Problemen kämpfende Luftfahrtgruppe soll laut Finanzvorstand Kleibl aus dem operativen Geschäft, also ohne Flugzeugverkäufe saniert werden, berichtet "profil".

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502

"profil"-Redaktion

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO/OTS