AK fordert Bildungsmaßnahmen gegen steigende Arbeitslosigkeit

AK verdoppelt Ausgaben für Aus- und Weiterbildung

Klagenfurt (OTS) - Mehr Aktivitäten für die Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmer verlangt die Arbeiterkammer Kärnten von Wirtschaft und Bundesregierung angesichts der dramatischen Entwicklung am Arbeitsmarkt. "Immerhin betrifft laut Arbeitsmarktservice ein Drittel des Anstieges bei den Arbeitslosen Hilfsberufe", unterstreicht Präsident Josef Quantschnig die Forderung der AK.

Die AK verlangt von Bundesminister Bartenstein als Sofortmaßnahme die Freigabe von 1,5 Milliarden Schilling (109 Millionen Euro) aus der Arbeitsmarktreserve für aktive Arbeitsmarktpolitik. Damit könnte das Arbeitsmarktservice unter anderem Qualifizierungsprogramme für alle starten, die länger als drei Monate arbeitslos sind.

An die Wirtschaft appelliert die AK, jahrelange Versäumnisse beim Fachkräftenachwuchs durch neue Anstrengungen bei der Lehrlingsausbildung wett zu machen. Auch die Unterstützung der Arbeitnehmer bei der beruflichen Weiterbildung lasse zu wünschen übrig. Laut einer Studie der AK halten 72 Prozent der österreichischen Arbeitnehmer ständige Weiterbildung im Job für wichtig. Allerdings werden zwei Drittel der Beschäftigten von ihrem Arbeitgeber dabei in keiner Weise unterstützt.

"Die Arbeiterkammer Kärnten hat im Vorjahr mit rund 17 Millionen Schilling so viel wie noch nie für die berufliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitglieder ausgegeben", betont Quantschnig.

Die AK hat die Unterstützung für die ÖGB-Lehrwerkstätte in Krumpendorf von bisher 2,9 auf fünf Millionen Schilling (363.364 Euro) aufgestockt. Verdoppelt wurde auch die Förderung für die Volkshochschule von 3,5 auf 6,2 Millionen Schilling (450.571 Euro). Dazu kamen noch vier Millionen (290.691 Euro) für den AK-Bildungsgutschein und die Unterstützung für die Ausbildungszentren des Bfi in der Höhe von 2,2 Millionen Schilling (159.880 Euro). Der AK-Bildungsgutschein ist übrigens heuer um fast 40 Prozent mehr wert als bisher", verweist Quantschnig auf die Anhebung des Guthabens für berufliche oder persönliche Weiterbildung von bisher 1000 Schilling auf nun 100 Euro.

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