SCHENNACH FÜR WEITERBESTAND DES PRESSERATES

Grüne: Wichtige Einrichtung der Selbstkontrolle - Reformen notwendig - Appell an VÖZ

Wien (OTS) "Der Presserat darf nicht sang- und klanglos aufgelöst werden. Er stellt eine wichtige Einrichtung der Selbstkontrolle abseits der Gerichtsbarkeit dar", erlärt der Mediensprecher der Grünen, Stefan Schennach, der für einen Weiterbestand des Presserates eintritt. "Im Kampf um Auflagenhöhen, Gebietsanteile und vor dem Hintergrund eines immer aggressiveren Journalismus ist ein Presserat als Selbstregulativ unverzichtbar. Es wäre wünschenswert, wenn alle maßgeblichen Herausgeber und Verleger von Tages-, Wochen- und Monatszeitschriften den Beitritt zu einem reformierten, offensiveren Presserat erklären würden", so Schennach, der an den VÖZ appelliert, den angekündigten Schritt zu überdenken. "Fällt das Selbstregulativ, bleiben nur noch die Gerichte. Das kann es doch nicht gewesen sein. Der Presserat ist wichtig, um zu korrigieren, zu sensibilisieren und auch zu mahnen. Ausserdem haben dem Presserat immer wieder namhafte Persönlichkeiten der Medienbranche und Journalistenzunft angehört, die ihre Aufgabe im Sinne einer Supervision mit dem Instrument der Rüge wahrgenommen haben. Die Mediengesellschaft braucht ein solches Korrektiv, der Journalismus auch. Wie leicht können in Schrift und Bild Privatgrenzen verletzt, Vorverurteilungen ausgesprochen, Kampagnen geführt und rassistische Untertöne einfließen. Der Presserat hat eben die Aufgabe des feed-back, der Sensibilisierung und auch der Verurteilung. Die Medien sollten nicht auf ihr eigenes Selbstregulativ verzichten", appelliert Schennach, der jedoch die Notwendigkeit von Reformen sieht. "Der Presserat muss künftig offensiver werden, langfristige Entwicklungen erkennen und in der Öffentlichkeit präsenter werden. Die mahnende Stimme des Presserates muss umgekehrt in den Redaktionen und Chefetagen der Medien mehr Gewicht erhalten. Auf einen Presserat kann ebenso wenig verzichtet werden, wie auf einen Werberat", schließt Mediensprecher Stefan Schennach.

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