Arbeitsmarktzahlen: ÖGJ fordert Jugendbeschäftigungsgipfel

Maderner: "Schönreden hilft nicht, Jugendarbeitslosigkeit muss nun endlich thematisiert werden"

Wien (ÖGJ). "Bei einem Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit um 29 Prozent, sollte bei allen Verantwortlichen in Österreich die Alarmglocken schrillen. Doch statt endlich tätig zu werden, besteht die Arbeit unseres Arbeitsministers Bartenstein darin, den Jugendlichen zu erklären, dass wir ihm EU-Durchschnitt gut dastehen", erklärt Stefan Maderner, Bundessekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) zu den Arbeitsmarktdaten von Dezember 2001. "Wir fordern dringendst einen Jugendbeschäftigungsgipfel mit der Bundesregierung und den Sozialpartnern ein, bei dem ebenso die Lehrstellensituation ein entscheidendes Thema sein muss."++++

Auch am Lehrstellenmarkt sieht die Situation keineswegs rosiger aus. "Bei einem Anstieg der Lehrstellensuchenden um satte 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und dem gegenüber einem Minus von 2,3 Prozent an offenen Lehrstellen, dürfte sich Minister Bartensteins Theorie der Selbstregulierung wohl nicht ganz bewahrheitet haben" so Maderner. Umso entscheidender ist es nun, rasch zu reagieren und endlich die nötigen Mittel für ein ausreichendes Auffangnetz zur Verfügung zu stellen. "Bereits seit September fordert die ÖGJ 500 Millionen Schilling (36.336.417,08 Euro), um den Jugendlichen, die keine Lehrstelle finden können, eine Ausbildung zu bieten. Allen Warnungen zum Trotz wurden von der Regierung jedoch nur 100 Millionen Schilling (7.267.283,42 Euro) bewilligt. Das Ergebnis dieses verantwortungsbewussten Handelns wird nun sehr deutlich."

"Nun gibt es nichts mehr in nette Worte zu verpacken. Taten sind gefragt", so der Bundessekretär. "Wir fordern noch im Jänner einen Jugendbeschäftigungsgipfel der Regierung gemeinsam mit den Sozialpartnern, um den Tausenden Jugendlichen ohne Job endlich konkrete Lösungen bieten zu können. Denn noch längeres Abwarten wird die Situation noch zusätzlich verschärfen." (aw)

ÖGB, 4. Jänner 2002
Nr. 005

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