LHStv. Onodi: Übernahme des KH St. Pölten durch das Land: Scheindebatte derzeit auf einer schwer nachvollziehbaren Ebene

Vor wenigen Monaten sprach sich die VPNÖ noch strikt gegen die Übernahme des Gemeindespitals von Baden durch das Land aus

St. Pölten, (SPI) - "Die jüngst ausgebrochene Diskussion über eine etwaige Übernahme des Krankenhauses St. Pölten durch das Land wird derzeit leider auf einer sehr schwer nachvollziehbaren Ebene geführt. Vor wenig mehr als einem Jahr wollte die Stadt Baden ihr Gemeindespital per Gemeinderatsbeschluss dem Land "schenken", was seitens der ÖVP auf allen Ebenen strikt abgelehnt wurde. Wenn es nun im Fall St. Pölten zu einem Meinungsumschwung gekommen sein sollte, so bedarf es wohl einer nachvollziehbaren Begründung", kommentiert NÖ Gesundheitsreferentin Heidemaria Onodi die jüngste Diskussion. ****

Es ist eine unleugbare Tatsache, dass die Entwicklung der Betriebs-und Erhaltungskosten der Krankenhäuser durch den medizinischen Fortschritt, die Ausweitung des Behandlungsangebotes und andere wichtige Weiterentwicklungen in den letzten Jahren stets nach oben gezeigt hat. Trotz vieler engagierter Initiativen zur Verbesserung der Zusammenarbeit der Krankenhäuser, der Nutzung von Kostensenkungspotentialen und möglichen Rationalisierungen muss es klar sein, dass höhere Leistungen und vor allem ein ausgeweitetes Angebot entsprechend finanziell abgegolten werden müssen. "Hier hat sich aber vor allem der Bund durch Kürzungen im Bereich der Abgeltung der Spitzenmedizin und einer wirklich anachronistischen Deckelung der Gesundheitsausgaben aus seiner Verantwortung gestohlen. Die vergangenen Finanzausgleichsverhandlungen waren ebenso von Kürzungen für die Länder und die Gemeinden geprägt, was die finanzielle Situation vieler spitalserhaltenden Gemeinden noch zusätzlich verschärft hat", so die NÖ Gesundheitsreferentin zur aktuelle Problematik.****

"Für mich stellt sich jedenfalls die aktuelle Diskussion als Scheindebatte dar, da mit einer Änderung der Rechtsträgerschaft keine Lösung der finanziellen Probleme der Krankenhauserhalter bzw. der gestiegenen Kosten im Gesundheitswesen erzielt werden kann. Die Kosten bleiben bei allen Rechtsträgern die gleichen, notwendig sind daher andere Lösungsansätze, wie beispielsweise die bereits praktizierte Intensivierung der Zusammenarbeit, die Gründung von Krankenhausverbünden und -verbänden sowie ein ständiges Bemühen um die Wahrnehmung neuer Kostensenkungspotentiale", so Onodi abschließend.
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