Schicker: Forderungen Madejskis richten sich an Bundesregierung

Bund bislang bei Ausbau der S-Bahn-Stammstrecke mehr als säumig

Wien, (OTS) "FPÖ-Mandatar Madejski hat seine Forderungen zum Schnellbahnausbau an die völlig falsche Adresse gerichtet. Es gibt eine Vertrag mit der Bundesregierung betreffend des Ausbaus der S-Bahn-Stammstrecke, allerdings ist der Bund hier mehr als säumig", betonte Wiens Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker in Reaktion auf die heutigen Aussagen Madejskis. Die Wiener FPÖ habe zudem offensichtlich noch immer nicht begriffen, dass die Intervallverkürzung auf 15 Minuten durch Flughafenshuttle und S 7 erreicht werde. Wenn die FPÖ es als "Versagen" werte, dass mit dem neuen Flughafenshuttle das Einchecken bereits bei Wien Mitte - und das nur eine Stunde vor Abflug - und somit eine wesentliche Verbesserung für Fluggäste -ermöglicht wird, "dann soll mir das auch Recht sein", so Schicker.

Schicker wies darauf hin, dass er stets für einen 20-Minuten-Takt für den "normalen" Schnellbahnbetrieb auf der S 7 eingetreten sei. "Kombiniert mit dem Flughafenshuttle hätte das ein noch dichteres Intervall bedeutet. Dies ist allerdings einzig und allein an der Untätigkeit und dem Desinteresse des Bundes an für Wien wichtigen Verkehrsprojekten gescheitert", so Schicker. Das Versagen der schwarz-blauen Bundesregierung hinsichtlich des Ausbaus der Schnellbahn zeige sich schon allein darin, dass es bislang nicht gelungen sei, EU-Gelder für Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen in grenznahen Gebieten zu lukrieren. "Entweder die Regierung weiß nichts von solchen Förderungen - was schlimm genug wäre - oder sie hat es bislang verabsäumt, hier tätig zu werden. Dass Intervallverdichtungen nicht zustande kommen, liegt einzig und allein an der Säumigkeit des Bundes", kritisierte Schicker.

Nicht nachvollziehbar sei für ihn auch die widersprüchliche Haltung der Wiener FPÖ hinsichtlich Taktverdichtungen, so der Verkehrsstadtrat weiter. Auf der einen Seite werte die FPÖ längere Intervalle als Versagen, auf der anderen Seite lehnen sie, wie im Fall der S 80, diese aus fadenscheinigen Gründen ab. Die geforderte Verlängerung der U2 nach Hirschstetten - die im übrigen aufgrund technischer Erfordernisse mehr als einen Kilometer bedürfe - sei keine Kompensation für ein hochrangiges öffentliches Regionalverkehrsmittel, das für den Pendlerverkehr in der gesamten Region unverzichtbar ist, betonte der Verkehrsstadtrat.

Nicht zuletzt sei es auch überraschend, dass sich die Wiener FPÖ offensichtlich für einen Ausbau der Raffineriestraße ausspreche. "Zur Zeit werden im Rahmen einer Strategischen Umweltprüfung alle Varianten für Entwicklungspotenziale im Nord-Osten Wiens geprüft. Letztendlich liegt die Realisierung der Wien-Umfahrung im Kompetenzbereich der ASFINAG, und hier ist die Finanzierung davon abhängig, wie seitens der Bundesregierung die Frage des Road-Pricing für LKW geregelt wird", so Schicker. Die auch stets von ihm verlangte Forderung nach Vorziehung des Anschlusses A 23 - B 301 in die erste Phase des Generalverkehrsplanes sei darüber hinausgehend ebenfalls an die Bundesregierung zu richten, betonte Schicker abschließend. (Schluss) gb

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