Cabana: Gesundheitssystem benötigt zusätzliche finanzielle Mittel

Weitere Einsparungen werden auf Kosten der Qualität im Gesundheitswesen gehen

Wien (OTS) - "Wenn wir den Spitzenplatz unseres Gesundheitssystem
im
internationalen Ranking behalten, und für unsere immer älter werdende Bevölkerung weiter ausbauen und verbessern wollen, werden wir zusätzliche Mittel aufbringen müssen". Das stellte heute der Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, Dr. Herbert Cabana, zum Jahreswechsel fest.

Cabana verweist darauf, dass das österreichische
Gesundheitssystem
nach einer WHO-Studie unter den top ten der Welt zu finden ist. Das gelingt trotz größter Sparsamkeit, wie ein Blick auf die Statistik beweist:
Die Kosten für Apothekenleistung sind mit 3,9% der Kassenausgaben die drittniedrigsten der EU.
Die Gesundheitskosten liegen
in den USA bei ca. 14 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt,
in Deutschland bei ca. 11 Prozent,
in Österreich dagegen nur bei ca. 8,5 Prozent.
Die Apotheker haben zwei Spannenkürzungen in Kauf genommen (1995, 1997) und bis 2004 leisten sie an die Krankenkassen einen Solidarbeitrag in Milliardenhöhe um unser Gesundheitssystem finanzierbar zu halten. Cabana: "Die persönliche Beratung der Patienten durch Apotheker als Nahversorger darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Weitere Einsparungen werden ohne Verlust an Qualität bei der Versorgung und Beratung der Bevölkerung mit Medikamenten nicht möglich sein."

Apotheker helfen Krankenkassen 100 Millionen Schilling (7,2 Mio. €) einzusparen

Darüber hinaus ermöglichen sie - dank des Einsatzes modernster Technologien in den Apotheken - den Krankenkassen bei der Rezeptabrechnung Verwaltungseinsparungen in Millionenhöhe. Dafür stehen die Apotheken zur Zeit in einem großen Um- und Aufrüsten: Sie machen sich fit für die elektronische Rezeptverrechnung mit dem Hauptverband. Mit dem Abschluss dieser wird Ende kommenden Jahres gerechnet. Den Krankenkassen bringt sie Einsparungen in der Verwaltung von 100 Millionen Schilling (7,2 Mio €).

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