AK: Sicherheit bei der Euro-Umstellung

Rund 15.500 Anrufe bei AK-Euro-Hotline

Wien (AK) - Informationsanfragen, Preiserhöhungen, Umrechnungsfehler und falsche Preisauszeichnung, zeigen die Anrufe der Konsumenten bei der AK-Euro-Hotline. In drei Monaten haben rund 15.500 Konsumenten bei der AK-Euro-Hotline angerufen. Die AK geht jeder Beschwerde nach. Die regelmäßigen AK-Preiskontrollen haben bewirkt, dass es bisher zu keinem Inflationsschub durch die Euro-Umstellung gekommen ist, sagt die AK. Ausreißer gab es allerdings, wie die AK-Erhebungen belegen: Preissteigerungen in der Gastronomie, höhere Katalogpreise und Parkgebühren sowie Verteuerungen vor dem Sommer bei Milch und Milchprodukten. Die AK wird die Preise weiterhin regelmäßig kontrollieren. Auch die Konsumenten sollen weiter mit helfen und dem AK-Preismelder (im Internet unter www.eurohotline.at oder Gratis-Euro-Hotline 0800 801 801) erklärungsbedürftige Preisänderungen oder Umrechnungsfehler bekannt geben. ****

Wie lange kann ich Schillingmünzen und -banknoten in Euro umtauschen? Wie lange kann ich Banknoten aus anderen Euroländern in Euro wechseln? Ich habe zu Hause so viele ausländische Münzen. Wo und wie lange kann ich diese umtauschen? Sind Schilling-Gutscheine auch noch im Jänner 2002 gültig? Was mache ich mit meinen Parkscheinen im Jänner? Werden die Produkte im Zuge der Euro-Einführung teurer?

In den letzten Wochen wollten die Konsumenten von der Euro-Hotline der AK vor allem Antworten auf diese Fragen. Die AK-Euro-Hotline gibt es seit 17. September - bis jetzt haben rund 15.500 Konsumentinnen und Konsumenten angerufen.
So informierte sich ein Drittel der Anrufer rund um die Euro-Umstellung, knapp jeder Siebente beschwerte sich über Preiserhöhungen, zwei Prozent über falsche bzw fehlende Preisauszeichnungen sowie falsche Umrechungen. 46 Prozent wollten sich Euro-Info-Material zusenden lassen.

AK weiterhin aktiv
Die Konsumenten dürfen bei der Euro-Umstellung nicht draufzahlen, sagt die AK. Daher müssen sich die Unternehmen an die Spielregeln bei der Euro-Einführung halten. Dass es bisher zu keinen drastischen Preissteigerungen gekommen ist, ist im wesentlichen auf die AK-Preiserhebungen zurückzuführen. Obwohl: Einige Unternehmen und Branchen haben den Euro sehr wohl für Extra-Einnahmen genutzt, wie die AK-Preistests belegen: Preissteigerungen in der Gastronomie, höhere Preise in den Katalogen und beim Parken sowie Verteuerungen vor dem Sommer bei Milch und Milchprodukten.

Die AK wird auch künftig die Preise regelmäßig kontrollieren. Ebenso werden die AK-Konsumentenschützer Unternehmen, die Preise falsch umrechnen oder ungerechtfertigte Preiserhöhungen durchführen, weiterhin aufdecken. Verbraucher können selbst aktiv mitmachen, und zwar beim AK-Preismelder. Die AK überprüft jede Meldung, gibt sie weiter an die Preiskommission oder zeigt sie bei der Landespreisbehörde an.

Unterstützung
Haben Sie Fragen rund um den Euro? Sind Ihnen Unregelmäßigkeiten bei der Euro-Umrechnung oder bei der Doppelpreis-Angabe aufgefallen? Verbraucher können bis Ende März bei der Gratis-Euro-Hotline der AK unter 0800 801 801 von Montag bis Samstag von 7 bis 20 Uhr anrufen oder sich im Internet unter www.eurohotline.at informieren.

Tipps der AK-Konsumentenschützer
+ Vom 1. Jänner bis zum 28. Februar 2002 können Sie in Schilling oder in Euro bezahlen - wie Sie wollen. Als Wechselgeld werden Sie meist Euro erhalten.
+ Vorsicht, wenn mit Ihnen jemand einen neuen Vertrag abschließen möchte. Bei der Euro-Einführung geht zB bei bestehenden Verträgen oder Konten an und für sich alles automatisch.
+ Bis Ende Februar können Sie Beträge bis 50.000 Schilling bei jeder Bank kostenlos umtauschen. Das ist gesetzlich garantiert. Ab März 2002 können Banken für das Wechseln etwas verlangen.
+ Finden Sie im März noch Schillinge, können Sie diese bei der Nationalbank kostenlos und unbegrenzt umtauschen. Ihre Hausbank wird Ihnen vermutlich auch entgegen kommen.

+ Banknoten aus anderen Euro-Währungsländern können Sie bis Ende März 2002 kostenlos bei der Österreichischen Nationalbank in Euro umtauschen.
Bei den Banken ist das nicht kostenlos - Sie müssen die Wechselspesen zahlen.

+ Ausländische Münzen können Sie - auch wie bisher - weder bei der Bank noch bei der Nationalbank wechseln.

+ Gutscheine sind - wenn kein Datum drauf steht - 30 Jahre lang gültig. Die Schillingbeträge werden in Euro umgerechnet.

+ Schilling-Briefmarken gelten bis Juni 2002 - können aber kostenlos in Euro-Marken umgetauscht werden.

+ Parkscheine können auch im nächsten Jahr aufgebraucht werden.

Rückfragen & Kontakt:

email: akpresse@akwien.or.at
http://www.akwien.at

AK Wien Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AK