Grüne/Wien: Heuer keine Weihnachtspakete für die Ärmsten

Eine "liebe Überraschung" wurde eingestellt. Wien spart heuer bei der Weihnachtspaketaktion des Sozialamtes.

Grüne (Wien) - "Das rote Wien will nicht länger hinter dem Bund zurückstehen, mit großer Zielgenauigkeit fängt man beim Sparen bei den Ärmsten an. Während im Ressorts von Sozialstadträtin Laska Millionen für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben wird, sah man sich genötigt, den Sparwillen ausgerechnet bei der Weihnachtspaketaktion zu dokumentieren", ärgert sich die Grüne Sozialsprecherin Susanne Jerusalem über die Abschaffung der Weihnachtspaketaktion.

Rund 4500 Personen haben erfahren, dass Wien gar nicht "so anders" ist. Die von Bürgermeister Häupl immer wieder gerühmte Politik mit Herz und Wärme musste im Jahr des Nulldefizits einige Schrammen einstecken. Das Paket mit Kaffee, Essen, Reis und Kompott wird heuer eingespart. Das Wiener Budget wird zwar dadurch nicht saniert werden können, aber offensichtlich will man klein anfangen. Die Tatsache, dass Stadträtin Laska freundliche E-Mailanfragen von SozialhilfebezieherInnen, die gerne wissen wollten, warum die Aktion eingestellt wurde, nicht einmal beantwortet, ist besonders kritikwürdig. Jerusalem: "Das Verrückte ist ja, dass SozialhilfebezieherInnen keinen Computer mit Internet haben dürfen, antwortet die Stadträtin deshalb nicht?"

Gemeinderätin Jerusalem schlägt vor, die Sache einfach als Irrtum zu betrachten und eben heuer eine Neujahrspaketaktion mit ein paar zusätzlichen Euros zu machen. "Es wäre ja wirklich zu jämmerlich, würde die rote Stadtregierung ausgerechnet bei den Ärmsten sparen!", so Jerusalem abschließend.

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