Maschinenbau: "Golden Plating" bei VOC-Richtline vermeiden

Malina-Altzinger: "Wir haben große Sorge, dass die Verordnung weit über das Ziel hinaus schießt"

Wien (PWK927) - Die neue VOC-Richtlinie stößt bei den heimischen Maschinenbauern zunehmend auf breiten Widerstand. Die Betriebe haben in den vergangenen Jahren mit hohem finanziellen Einsatz die Bestimmungen und Auflagen der österreichischen Lösungsmittel-Verordnung und der Lackieranlagen-Verordnung erfüllt. Nun steht für diesen sensiblen Bereich eine europäische Richtlinie, die sogenannte 'VOC-Richtlinie' ins Haus. "Wir haben große Sorge, dass die Kombination der bisherigen österreichischen Grenzwerte und Mengenschwellen mit den rechtlichen Begriffen der EU Anforderungen an die Betriebe stellt, die weit über das Ziel hinaus schießen", befürchtet Clemens Malina-Altzinger, Vorsteher des Fachverbandes der Maschinen- und Stahlbauindustrie.

Die europäische Lösungsmittel-Verordnung sollte im Sinne einer Wettbewerbsneutralität zwar rasch umgesetzt werden, ein "golden plating" (ausschließliche Orientierung an den jeweils strengsten Werten der geltenden Verordnungen) sei jedoch unbedingt zu vermeiden.

Mit rund 60.700 Mitarbeitern ist die Maschinen und Stahlbauindustrie der größte industrielle Arbeitgeber in Österreich. Anfang November 2001 waren insgesamt 1.082 Betriebe mit einer aufrechten Mitgliedschaft im FMS erfasst. 88 % der Betriebe sind kleine und mittlere Betriebe mit bis zu 250 Beschäftigten. Die Exportquote der Branche liegt über 70 %, der Anteil an der Sachgütererzeugung bei rund 14%. (MH)

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