Leitl: 100.000 Betriebe mit Euro-Preisgarantie stellen "guten Rutsch" in den Euro sicher

Kein Teuerungseffekt durch Euro-Umstellung eingetreten - Information und Vorbereitung von Bevölkerung und Betrieben in Österreich sehr gut gelaufen

Wien (PWK926) - Die große Nachfrage der österreichischen Unternehmen und die zahlreiche Verwendung von Euro-Preisgarantie-Klebern und -Plakaten, die in einer gemeinsamen Aktion von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und WKÖ-Präsident Christoph Leitl im September initiiert und öffentlich vorgestellt wurden, haben den gewünschten Effekt erreicht: "Rund 100.000 Betriebe - u.a. so bekannte wie ADEG, Anker, Nah&Frisch oder der ÖAMTC -verwenden das Euro-Preisgarantie-Material und signalisieren so der Bevölkerung ihre korrekten Preise in der besonders sensiblen Währungsumstellungszeit. Insgesamt wurden - inklusive Nachdruck, der aufgrund der großen Nachfrage notwendig war - 110.000 Aufkleber und 55.000 Plakate unter die heimischen Unternehmen gebracht. Gleichzeitig belegen auch alle Untersuchungen durch WIFO, Euro-Preisbarometer und Bericht der Euro-Preiskommission, dass es zu keiner eurobedingten Teuerung in Österreich gekommen ist", freut sich Leitl, dass der positive Appell von Bundesregierung und Wirtschaftskammer Früchte getragen hat.

Diese vertrauensstärkenden Maßnahmen waren insbesondere notwendig, da die Vorbereitungsarbeiten zur Einführung des Euro als Bargeld in einen Zeitraum relativ starker Teuerung fielen. Wie das WIFO kürzlich berichtete, wirkten sich vor allem außenwirtschaftliche Faktoren wie Anstiege bei Rohstoff- und Energiepreisen sowie Verteuerungen bei Nahrungsmitteln durch BSE und Maul- und Klauenseuche auf die Inflation in der Euro-Zone und somit auch in Österreich seit Ende 1999 aus. Eine Abschätzung des Einflusses der Euro-Einführung auf das Preisniveau ergebe jedoch keinerlei Hinweise, dass die Euro-Umstellung eine Preiswelle ausgelöst hätte, so das WIFO. Die Preisentwicklung in Österreich entspricht durchaus jener von Deutschland und der Schweiz, und die Schweiz ist ja bekanntlich nicht von der Euro-Umstellung betroffen. Betrachtet man den gesamten Euro-Raum, so liegt Österreich im ersten Halbjahr 2001 mit einer Teuerungsrate von 2,3 % unter dem VPI der Eurozone (2,8 %).

Auch die Anfragen im Euro-Callcenter der Wirtschaftskammer Österreich, das in Kooperation mit ORF und OeNB seit dem Sommer für alle Fragen zum Euro rund um die Uhr zur Verfügung steht, spiegeln das zunehmende Vertrauen der Bevölkerung in die Euro-Preise wieder. "Die Fragen bewegen sich vor allem in Richtung technischer Details, die Preisauszeichnung, die anfangs noch angesprochen wurde, ist schon längst kein Thema mehr", berichtet Leitl.

Insgesamt seien die Vorbereitungen und Information der Unternehmen und der Bevölkerung zur Euro-Umstellung in Österreich sehr gut gelaufen, resümiert Leitl. "Die Wirtschaftskammern Österreichs informieren seit 1997 intensiv in Zusammenarbeit mit verschiedenen anderen Institutionen wie der Euro-Initiative der Bundesregierung, den Banken und dem ORF zum Euro. Die Kooperationen, die insgesamt ein Volumen von rund 4 Mio Euro ausmachten, funktionierten hervorragend und man kann ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass es die österreichischen Unternehmen geschafft haben echte 'Euro-Fitness' zu erreichen. Damit steht von Seiten der Wirtschaft nichts mehr einem guten Rutsch in die neue Europawährung entgegen", ist der Wirtschaftskammerpräsident überzeugt. (Ne)

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