Wissen über Pistenregeln: Nicht genügend! - BILD (web)

"Sicher Leben"-Studie zeigt: Der Wissensstand über Pistenregeln ist lückenhaft - 83 Prozent der Wintersportler wissen nicht, dass es 10 Pistenregeln gibt, 18 Prozent kennen keine einzige Sicherheitsregel. Eine Aktion mit Aufklebern in Seilbahngondeln, eine Broschüre und ein Preisausschreiben sollen Abhilfe schaffen

Wien (OTS) - Auf Österreichs Pisten geht es heiß her: Schließlich tummeln sich jedes Jahr ca. 8 Millionen Skifahrer und Snowboarder im Schnee. Rund 90.000 Pistenbenützer werden voraussichtlich Verletzungen erleiden. "Es ist völlig unakzeptabel, dass so wenige Menschen die Regeln der Pisten-Verkehrsordnung kennen. Viele glauben zum Beispiel, dass der Rechtsvorrang gilt, was völlig unsinnig wäre. In Wahrheit hat der langsamere, vor einem fahrende Pistenbenützer den Vorrang", hält Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben", fest. Aufkleber, Broschüre und Preisausschreiben für mehr Sicherheit auf der Piste

Die Kenntnisse, dass auch auf der Piste Regeln eingehalten werden müssen, sind derzeit mehr als ungenügend. Um dem Wissen der Pistenbenützer auf die Sprünge zu helfen, wurde eine Aktion der Arbeitsgruppe "Safer Snow - More Fun" - einer Intiative aus "Sicher Leben", Fachverband der Seilbahnen Österreichs - Marketing Forum, Bildungsministerium, Skiverband, Verband der Sportartikelhändler und -hersteller, Bundesgremium des Sportartikelhandels, Österreichischem Skilehrerverband, Österreichischer Bergrettung und der Werbeagentur Sitour - ins Leben gerufen. Diese Aktion besteht aus drei Elementen:

- Seilbahnen werden mit comicartigen Aufklebern ausgestattet, die über die Sicherheitsregeln auf der Piste informieren

- Handliche Broschüre aus wasserfestem Papier klärt über die Verhaltensregeln auf

- Preisausschreiben in Kombination mit der Broschüre

Die Broschüre ist bei Seilbahnen, im Sportartikelhandel, in Skischulen sowie bei diversen Alpinorganisationen erhältlich. Die Firma Intersport unterstützt die Aktion finanziell, stellt Preise zur Verfügung und weist via Internet darauf hin.

"100-prozentige Sicherheit durch Technik gibt es nicht - Wissen über Gefahrenquellen und Verantwortungsbewusstsein sind gefragt. Wir sorgen für die passenden Rahmenbedingungen, damit Sportler diese Verantwortung auch tragen können", so Dr. Erik Wolf vom Fachverband der Österreichischen Seilbahnen.

Studie: Millionen Wintersportler kennen keine Pistenregeln

Eine Studie des Institutes "Sicher Leben" zeigt, dass die FIS-Regeln für einen sicheren Skilauf vielfach unbekannt sind. Rund 69% der befragten Pistenbenützer haben zwar schon von den FIS-Regeln gehört, 83% wissen aber nicht, dass es insgesamt 10 gibt.Trotzdem halten sich die meisten Pistenbenützer für ausreichend informiert. Als wichtigste Informationsquelle in Sachen Pistensicherheit gelten Pisten- und Liftanlagen: Ein Drittel der Befragten holt sich dort Informationen. Rund 26 % informieren sich in Sachen Pistenregeln über die Medien. Lediglich rund 14 % gaben an, ihre Infos über Pistenregeln und Sicherheitsmaßnahmen in den Skischulen erhalten zu haben.

Rund 70% der Wintersportler aus Deutschland und Österreich

Entsprechend der Marktforschungsdaten der Österreichwerbung sind 60 bis 70% der Wintersport-Urlauber Deutsche und Österreicher. Aber auch aus dem Benelux-Raum bzw. Skandinavien, aus Italien und England kommen große Gästegruppen. Hohe Zuwächse gibt es aus dem osteuropäischen Bereich (Slowakei, Tschechien, Polen, Russland). Deshalb ist es wichtig, Skipistenbenutzer, die nicht aus dem deutschsprachigen Raum kommen, auch in Englisch zu informieren.

Empfehlungen für einen sicheren Wintersport:

  • Bereite deinen Körper auf den Wintersport vor!
  • Einmal jährlich Bindungskontrolle vom Fachhändler!
  • Schwing unterhalb der Gruppe ab!
  • Nicht an unübersichtlichen oder engen Stellen stehen bleiben!
  • Im Laufe eines Skitages regelmäßig Pausen einlegen!
  • Schau nach oben bevor du losfährst!
  • Achtung, der Langsamere hat Vorrang!
  • Tagsüber kein Alkohol!
  • Fahre deinem Können entsprechend - kontrolliert!
  • Nie in gesperrtes Gebiet einfahren!

Die Broschüre kann unter der Tel. Nr. 01/715 66 44 bestellt werden!

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Tel.: 01/715 66 44 - 315
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