Rauchen hat Folgen

Wien (OTS) - Rund 2,3 Millionen Österreicher rauchen. Bis zu 14.000 Todesfälle gehen jährlich auf das Rauchen zurück. Die Lebenserwartung sinkt um zwölf Jahre. "Zahlreiche Krankheiten gehen auf das Rauchen zurück. Neben Lungenkrebs drohen unter anderem auch Kehlkopfkrebs oder chronische Bronchitis", sagt Dr. Heinz Peter Slatin vom Österreichischen Roten Kreuz.

Rauchen ist die Hauptursache für chronische Bronchitis. 90 Prozent der Erkrankten sind Raucher oder Ex-Raucher. Chronische Bronchitis liegt laut Weltgesundheitsorganisation dann vor, wenn man in zwei aufeinanderfolgenden Jahren in mindestens drei Monate Husten und Auswurf hat. Die Krankheit beeinträchtigt die Lungenfunktion. Leistungsmangel und Atemnot sind die Folgen. Werden andere Organe, etwa das Herz, in Mitleidenschaft gezogen, ist das Leben gefährdet. Slatin: "Das Rauchen ist hier sofort einzustellen. Um den Schleim zu verdünnen oder aufzulösen, sollte man viel trinken oder inhalieren. Verrauchte Räume sollte man vermeiden."

Eine andere Folgeerkrankung ist Lungenkrebs. Bis zu 90 Prozent aller Fälle werden durch die mehr als 100 krebserregenden Stoffe im Zigarettenrauch ausgelöst. Das Risiko steigt durch die Anzahl der Zigaretten pro Tag bis zum 30-fachen eines Nichtrauchers. Außerdem ist das Risiko von der Zeit abhängig, die jemand in seinem Leben geraucht hat. Slatin: "Wer mit dem Rauchen aufhört, senkt das Risiko ab der ersten Minute des Nichtrauchens. Je früher man aufhört, desto stärker gleicht sich das Lungenkrebsrisiko nach mehreren Jahren oder Jahrzehnten wieder an das eines Nichtrauchers an."

Rauchen zählt auch zu den Hauptursachen von Kehlkopfkrebs. Besonders gefährdet sind Menschen, die regelmäßig und viel rauchen sowie früh damit begonnen haben, und jene, die in Verbindung mit Rauchen größere Mengen Alkohol zu sich nehmen.

"Das beste Mittel gegen derartige Krankheiten ist das Nichtrauchen. Es ist nie zu spät, aufzuhören. Unterstützung dabei ist in vielerlei Hinsicht möglich. Therapiegruppen oder Nikotininhalatoren sind nur einige davon. Und mit dem bevorstehenden Jahreswechsel bietet sich auch gleich eine markante Möglichkeit dazu", sagt Slatin.

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