Der Euro ist österreichischer Herkunft!

WKÖ-Präsident Leitl gratuliert Europäischer Föderalistischen Bewegung und Bund Europäischer Jugend Österreich, die schon 1968 den Euro als europäische Währung forderten

Wien (PWK923) Mit der Bargeldeinführung des Euro zu Beginn des neuen Jahres ist der letzte Schritt für eine gemeinsame Währung für Europa vollendet, die mit einem ersten Schritt vor über 30 Jahren in Österreich begann. "Die Europäische Föderalistische Bewegung (EFB) und der Bund Europäischer Jugend Österreich (BEJ) erfanden bereits 1968 in einer Europaaktion den Euro", erinnert der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, und gratuliert zu diesem visionären Weitblick und dem "langen Atem", dass es nun tatsächlich zur Umsetzung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion gekommen ist. 1968 forderten EFB und BEJ: "Fort mit den Grenzkontrollen und Wechselstuben. Eine Währung für Europa. Ein gemeinsamer Markt für uns alle. Die Vereinigten Staaten von Europa!" Selbst der Name "Euro" wurde schon damals dafür erfunden und Vorschläge für das Aussehen der Münzen gemacht. Ein Jahr später, 1969, erteilte der EG-Gipfel von Den Haag den Auftrag, die Möglichkeiten einer Entwicklung der Gemeinschaft zu einer Wirtschafts- und Währungsunion zu prüfen.

"Auch das Design der Euro-Banknoten wurde von einem Österreicher, Robert Kalina, entworfen", macht Leitl aufmerksam. "Wir können somit wirklich stolz sein, dass die Idee, die Namensgebung und die Gestaltung der gemeinsamen Europawährung aus Österreich stammt. Ein visionärer und kreativer österreichischer Beitrag zur Einigung Europas!" Schließlich wurde auch die heutige Europahymne, Beethovens "Ode an die Freude", auf Vorschlag eines Österreichers, Dr. Josef Reichl, zur Europahymne. "Jetzt fehlt nur noch der Text dazu. Es wäre nicht verwunderlich, wenn auch dies aus einer österreichischen Feder bereitgestellt werden würde!", so Leitl.

Für die österreichische Wirtschaft bedeute die Vergrößerung des Währungsraums um mehr als das 35-fache auf über 300 Millionen Konsumenten die Chance, sich dem aktuellen Wandel wirtschaftlicher Rahmenbedingungen - charakterisiert durch eine globalisierte Welt und neue Technologien - offensiv zu stellen.

"Nun heißt es, Jahrzehnte für die europäische Integration, die EU-Erweiterung vor allem in Richtung Zentral- und Osteuropa, zu arbeiten. Auch in diesem Prozess spielt Österreich eine wichtige Rolle. Wir sind Brückenkopf zu den EU-Beitrittskandidatenländern, die durch die engen Geschäftsbeziehungen zu Österreich wirtschaftlich bereits stark integriert sind", erklärt Leitl. Durch den Euro und die Europäische Erweiterung rücke Österreich vom Rand zurück in die Mitte, in das Herz Europas, wodurch unsere Mitbestimmung in der EU auch als kleineres Land nur gewinnen könne. (Ne)

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