Stromregulator Boltz: Erste Bilanz über Stromliberalisierung ist durchwegs positiv

Wien (OTS) - Eine positive Bilanz zog heute Stromregulator Walter Boltz über die erfolgte Voll-Liberalisierung des österreichischen Elektrizitätsmarktes. Obwohl die E-Control erst mit 1. März 2001 eingerichtet wurde, konnte die Stromliberalisierung zeitgerecht und erfolgreich umgesetzt werden. "Dies hat in so kurzer Zeit noch kein anderes Land geschafft!", sagte Boltz.

Um dieses Ziel zu erreichen, mussten zahlreiche Aufgaben erledigt werden:

  • Detaillierte Marktregeln ausarbeiten
  • Allgemeine Bedingungen von ca. 150 Netzbetreibern erlassen
  • Netztarifprüfungsverfahren abwickeln
  • Zertifikatsystem für Kleinwasserkraftwerke installieren
  • Preisvergleiche für Endverbraucher erstellen (Projekt Tarifrechner in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern)
  • Diverse Verordnungen erlassen
  • Konsumenteninformationsservice einrichten (Hotline mit VKI)
  • Agenden der Elektrizitätsstatistik übernehmen
  • Beiträge für Stranded Costs einheben und verwalten
  • Zahlreiche Verfahren abwickeln (Wettbewerbsaufsicht, Streitschlichtung)
  • Bürgerservice

"Die Kosten, die bei der E-Control im Jahr 2001 angefallen sind, treffen weder den Steuerzahler noch den Endverbraucher. Das laufende E-Control-Budget wird von den Netzbetreibern getragen. Die Kosten für 2001 werden allein durch Senkungen der Netztarife um ein Vielfaches übertroffen. Im heurigen Jahr wurden bereits Tarifsenkungen von weit über einer halben Milliarde Schilling realisiert. Bis Mitte 2002 sind weitere 1,5 Mrd. ATS in Aussicht," argumentiert Boltz. Zusätzlich garantiert eine effiziente Marktaufsicht auch den Wettbewerb, der allen Kunden zugute kommt.

Durch die gesetzlich vorgegebenen Ökoziele müssen von den Netzbetreibern einige Zuschläge eingehoben werden. Diese werden zur Förderung von bestimmten Anlagen eingesetzt. Eine derartige Regelung gibt es auch für Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Wien, Niederösterreich (Netz der Wienstrom), der Steiermark und in Kärnten. Die Förderung von österreichischen Kleinwasserkraftwerksanlagen wird über ein marktorientiertes Zertifikatssystem abgewickelt. Diese Zuschläge wirken sich zwar preiserhöhend aus, jedoch wird damit ein positiver Umweltbeitrag geleistet. Insgesamt sind jedoch liberalisierungsbedingte Einsparungseffekte in Höhe von 13 Mrd. ATS zu erwarten, wobei zwei Drittel davon bereits realisiert wurden.

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