WIR GRATULIEREN Runde Geburtstage im Jänner

Wien (PK) - Im Jänner feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

der ehemalige Abgeordnete Otto LIBAL (S) - 85. Geburtstag am 1. Jänner,

der ehemalige Bundesrat Karl WÖLLERT (S) - 60. Geburtstag am 3. Jänner,

der ehemalige Abgeordnete Mag. Hilmar KABAS (F) - 60. Geburtstag am 6. Jänner,

der ehemalige Abgeordnete und Bundesrat Alois ALBERER (S) - 80. Geburtstag am 7. Jänner,

der Abgeordnete o.Univ.-Prof. Dr. Gerhart BRUCKMANN (V) - 70. Geburtstag am 9. Jänner,

der ehemalige Präsident des Bundesrats Gottfried JAUD (V) - 65. Geburtstag am 9. Jänner,

der ehemalige Abgeordnete Dipl.-Kfm Dr. Albert STEIDL (V) - 75. Geburtstag am 12. Jänner,

die ehemalige Abgeordnete und Bundesrätin Hella HANZLIK (S) - 90. Geburtstag am 14. Jänner,

der ehemalige Abgeordnete Karl NEUWIRTH (S) - 70. Geburtstag am 21. Jänner,

der Abgeordnete Georg SCHWARZENBERGER (V) - 60. Geburtstag am 23. Jänner,

der ehemalige Abgeordnete Helmut WEINBERGER (S) - 70. Geburtstag am 30. Jänner.

GOTTFRIED JAUD 65

Der ehemalige Präsident des Bundesrates, Gottfried JAUD, feiert kurz nach Jahresbeginn seinen 65. Geburtstag. Geboren am 9. Jänner 1937 in Jenbach, besuchte er nach Absolvierung der Pflichtschulen zunächst die Bundesgewerbeschule für Maschinenbau in Bregenz und erlernte den Beruf eines Sägewerkers. Nach der mittleren Reife, die Jaud in Rosenheim erwarb, studierte er an der dortigen Ingenieurschule und schloss diese als Betriebstechniker der Holzindustrie ab. 1965 bestand Jaud die Meisterprüfung für das Tischlergewerbe. Nachdem er lange Jahre Betriebsleiter des elterlichen Sägewerks gewesen war, machte sich der spätere Politiker 1970 als Tischlermeister selbständig.

Schon in den 60er Jahren im Österreichischen Wirtschaftsbund aktiv, arbeitete Jaud in den ÖVP-Organisationen seiner Heimatstadt Jenbach und des politischen Bezirks Schwaz mit. 1980 wählte ihn der Jenbacher Gemeinderat zum Vizebürgermeister, seit 1987 ist Jaud auch ÖVP-Bezirksparteiobmann in Schwaz.

Am 4. April 1989 trat Jaud sein Amt als Bundesrat für das Land Tirol an, eine Funktion, die er bis Ende Juni 1999 ausübte. 1994 wurde er als Erstgereihter seiner Fraktion in diesem Amt wiedergewählt. Vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 1994 war Jaud erstmals Präsident der Länderkammer. Jauds Verdienst war es unter anderem, die Gespräche um eine Europaregion Tirol zu vertiefen und voranzutreiben. Seine bilateralen Gespräche mit den Repräsentanten Südtirols bzw. Trients bedeuteten einen wichtigen Impuls für die Stärkung regionaler Interessen in einem zusammenwachsenden Europa. Überdies war Jaud ein konsequenter Vertreter der Interessen klein- und mittelständischer Betriebe und als solcher weit über die Grenzen seiner Fraktion und des Bundeslandes Tirol anerkannt und geschätzt. In der ersten Jahreshälfte 1999 übte Jaud abermals das Präsidentenamt des Bundesrates aus, ehe er sich in einen aktiven Ruhestand zurückzog.

HELLA HANZLIK 90

Am 14. Jänner feiert die ehemalige SP-Abgeordnete und Bundesrätin Hella HANZLIK ihren 90. Geburtstag. Geboren 1912 in der damaligen Hauptstadt der Bukowina, Czernowitz, besuchte sie in Wien die Volks-, die Bürger- und die Frauenoberschule, ehe sie als Angestellte in eine Buchhandlung eintrat. Frühzeitig in der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) aktiv, wurde sie hauptamtliche Mitarbeiterin des Verbandes.

1934 in die Emigration gezwungen, schlug sie sich in Großbritannien als Hausgehilfin sowie als Köchin durch. Schließlich arbeitete sie als Sekretärin des Austrian Labour Club. Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus nach Österreich zurückgekehrt, wurde Hanzlik Bedienstete des Parlamentsklubs der SPÖ. 1948 bestellte sie der Parteivorstand zur Wiener Landesfrauensekretärin der SPÖ. Parallel dazu engagierte sie sich in der Ottakringer Bezirksorganisation der SPÖ, wo sie die Funktion einer stellvertretenden Bezirksvorsitzenden bekleidete.

1956 entsandte der Wiener Landtag Hanzlik in den Bundesrat, von 1959 bis 1962 wirkte sie als Landtagsabgeordnete im Wiener Rathaus. In der X. Gesetzgebungsperiode gehörte Hanzlik dem Nationalrat an, ehe sie 1966 wieder in die Länderkammer übersiedelte. Dort fungierte sie vom 1. Jänner bis zum 30. Juni 1973 als stellvertretende Vorsitzende des Bundesrates. Im November 1973 schied Hanzlik aus der aktiven Politik aus. Durch ihr engagiertes Eintreten für Frauenfragen, aber auch für soziale Belange machte sie sich vor allem nach 1970 einen Namen und trug somit zu vielen Verbesserungen auf diesen Gebieten maßgeblich bei. (Schluss)

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