WWF-Habichtskauz Artus: angeschossen und dann mit bloßen Händen getötet!

Jagd und WWF setzen 50.000,-- Schilling für sachdienliche Hinweise aus

Wien/Linz (OTS) - Seit heute, Freitag, liegen die Resultate der Obduktion von Artus vor. Das Ergebnis steigert die Empörung aller Projektbeteiligten: Artus wurde durch den Schrotschuss lediglich verletzt, getötet wurde er indem man ihm "den Hals umgedreht hat!" so die Gerichtsmedizin. "Hier kann es sich jetzt auf keinen Fall mehr um ein Versehen oder einen Irrtum handeln," ist Mag. Jutta Jahrl, WWF-Projektleite rin, überzeugt, "Der Täter hat das Tier mit seinen bloßen Händen getötet."

Artus Schicksal ...

Die Betroffenheit über die Tötung von Artus bewegt nicht nur die Projektpartner - WWF, Oberösterreichische Landesregierung und das Umweltministerium, sondern auch weite Teile der österreichischen Bevölkerung, besonders aber die Menschen vor Ort die am Habichtskauz-Wiederansiedlungs-Projekt mitwirken und regen Anteil nehmen. "Wir haben sehr viele Reaktionen erhalten," so Jahrl, "die uns auffordern, den oder die Schuldigen keinesfalls entwischen zu lassen." Der Täter hat sich bis heute nicht bei den zuständigen Behörden gemeldet. "Je später dies geschieht, desto teurer und unangenehmer wird für ihn die ganze Causa," erklärt der ermittelnde Kripobeamte.

Intensive Ermittlungen

Seit dem Bekanntwerden am 4. Dezember ermittelt die Umweltgruppe der Kriminalabteilung Oberösterreich unermüdlich in diesem Fall. Die Jägerschaft versucht den Täter in den eigenen Reihen zu finden. Sie geht sogar soweit, für sachdienliche Hinweise die zur Aufklärung führen 25.000,-- Schilling auszusetzen. Der WWF verdoppelt die Summe auf 50.000,- öS. Hinweise bitte an: 0732/78 03 26 96 oder 0676/31 57 223

Kurzer Rückblick ...

Der Habichtskauz wurde zuerst angeschossen, dann erwürgt. Anschließend wurde der beringte Fang abgetrennt und der Vogel in die Kleine Mühl geworfen. Artus wurde erst im September diesen Jahres freigelassen und war einer der beiden ersten österreichischen Habichtskäuze seit 80 Jahren.

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Susanne Grof,
WWF Presseabteilung,
Tel.: 01/48817-249 oder 0676/83488 249

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