Brauner: Wiener Anti-Gewalt-Netz hält auch zu den Feiertagen

71 71 9 von 0-24 Uhr - Hilfe rund um die Uhr

Wien, (OTS) "Gerade in der Weihnachtszeit sind Streitigkeiten oder Gewalt in der Familie sehr häufig. Die Erwartungshaltung, dass die Feiertage harmonisch und perfekt verlaufen sollen, kann überfordern und bringt zusätzlichen Stress mit sich", sagte Frauenstadträtin Mag. Renate Brauner angesichts der kommenden Feiertage. Erfahrungen des 24-Stunden Frauennotrufes zeigen, dass in dieser Zeit auch Gewalttaten in der Familie häufiger vorkommen. Deshalb sei es besonders wichtig, den betroffenen Frauen die Unterstützung und Hilfe durch die Gewaltschutz-Einrichtungen der Stadt Wien auch zu Weihnachten oder zu Silvester zu garantieren.****

Kommt es zur Eskalation der Gewalt sollten Frauen unbedingt Hilfe holen und nicht "um jeden Preis" oder wegen eines falsch verstandenen Weihnachtsfriedens alles ertragen, rät die Frauenstadträtin. "In der Regel löst sich das Problem nicht von alleine und dem Gewalttäter müssen Grenzen gesetzt werden", so Brauner. Ein "Stopp der Gewalt" kann die Polizei herbeiführen. Das Gewaltschutzgesetz ermöglicht, dass der gewalttätige (Ehe-) Mann aus der Wohnung weggewiesen werden kann. Das sei ein wichtiges Signal an den Mann, dass seine Gewalttat von der Gesellschaft und dem Rechtsstaat nicht toleriert wird. "Gewalt an Frauen und Kindern muss Konsequenzen haben. Schläge, Misshandlungen und sexuelle Übergriffe sind kein Kavaliersdelikt und dem Gewalttäter muss vermittelt werden, dass das Gesetz auf Seiten der Opfer steht.

Auch Dr. Karin Spacek, Leiterin des 24-Stunden-Frauennotrufs sieht im intensiven Zusammensein der Familien an den Festtagen einen besonderen Risikofaktor für den Ausbruch von familiärer Gewalt:"Hektik und Stress der Vorweihnachtszeit übertragen sich oft auf die ganze Familie und Streitigkeiten entladen sich dann, wenn Zeit dafür ist und alle zusammen sind - an den Feiertagen." Leider biete gerade die sogenannte ‚friedliche’ Zeit zahlreiche Anlässe dafür, dass latente Spannungen und Konflikte leichter eskalieren. "Auslöser sind fast immer banale Gründe. Und Alkohol hat oft einen entscheidenden Anteil an einer Eskalation von Gewalt", weiß Spacek aus ihrer langjährigen Beratungspraxis.

Hilfe und Unterstützung in Krisenfällen bietet rund um die Uhr auch an den Feiertagen der 24-Stunden Frauennotruf ( www.wien.at/ma57/not.htm ) unter (01)- 71 71 9. e-Mail:
frauennotruf@m57.magwien.gv.at Das Team des Frauennotrufs steht für telefonische und persönliche Gespräche und Beratungen jederzeit zur Verfügung. Das Angebot ist kostenlos und kann anonym in Anspruch genommen werden.

Information über Opferschutzeinrichtungen in den Bundesländern erhalten die Betroffenen bei der Helpline gegen Männergewalt unter:
T: 0800 222 555. (Schluss) hk

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