Keusch: Konkurs von Schneider Bau aus Heidenreichstein ist auch Ergebnis der falschen Budgetpolitik der Bundesregierung

Festhalten am Null-Defizit erhöht Arbeitslosigkeit und verringert Einkommen

St. Pölten, (SPI) - "Der jüngste Konkurs eines großen niederösterreichischen Traditionsbetriebes, nämlich von Schneider Bau in Heidenreichstein, ist auch das Ergebnis einer völlig falschen Budgetpolitik der Bundesregierung. Die rigorosen Kürzungen bei den öffentlichen Investitionen, die massiven Einsparungen im Bereich der Infrastruktur beim hochrangigen Straßennetz bzw. der Schiene stellt die Österreichische Bauwirtschaft vor nahezu unüberwindbare Hürden. Wenn heute neuerlich rund 300 Menschen um ihren Job fürchten, so ist es schlichtweg empörend, wenn die Bundesregierung außer Schweigen für die Beschäftigten nichts über hat. Das strikt abzulehnende Festhalten der Bundesregierung am Null-Defizit erhöht die Arbeitslosigkeit und verringert die Einkommen", äußert der Finanzsprecher der SPNÖ, LAbg. Eduard Keusch, scharfe Kritik an der Untätigkeit der Bundesregierung.****

Die letzten Zahlen der Arbeitslosenstatistik sind ohnehin alarmierend. Für nächstes Jahr wird ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über 6,5 Prozent befürchtet. 34.457 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher waren im November 2001 arbeitslos, dies sind um 21,4 Prozent oder um 6.074 mehr als im November 2000. Bei den unter 25 Jährigen beträgt die Steigerung 35,2 Prozent. Bei den Lehrstellen ist die Situation ähnlich dramatisch. In unserem Bundesland sind derzeit 339 offene Lehrstellen gemeldet, dem stehen 778 Lehrstellensuchende gegenüber.

"Jüngste Meldungen der Wirtschaft müssen endlich zum Anlass genommen werden, aktiv Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur, insbesondere in der Bauwirtschaft, zu ergreifen. Anzusprechen sind die Vorfinanzierung von Bundesbauprojekten im Bereich von Bundesdienststellen und öffentlichen Einrichtungen, wie Spitäler und Schulen, oder Projekte im Bereich des hochrangigen Straßennetzes und der Bahn. Weitere Finanzmittel sind für neue Initiativen im Bereich der Jugendbeschäftigung notwendig", so Keusch.
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