Sicheres Wien: Preisverleihung für beste Tipps im Rathaus

"Kilometerweit Sicherheit": Tipps soweit das Auge reicht

Wien, (OTS) Donnerstag Abend überreichte Mag. Renate Brauner, Feuerwehrstadträtin und Präsidentin der "Helfer Wiens", Preise für die besten Vorschläge aus der Bevölkerung zum Thema Sicherheit und Prävention. "Kilometerweit Sicherheit", eine Kampagne, gemeinsam initiiert vom Institut "Sicher Leben" und dem Verband der "Helfer Wiens", in Zusammenarbeit mit den Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen, der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), kann sich im wahrsten Sinn des Wortes sehen lassen. "Ziel der Aktion war es zu zeigen, dass jede und jeder Einzelne Entscheidendes zur eigenen Sicherheit und auch zum Schutz der Mitmenschen beitragen kann. Das ist gelungen, denn es sind insgesamt mehr als 1000 Tipps zusammengekommen", lobte Brauner die Bereitschaft der WienerInnen sich an dieser so wichtigen Aktion zu beteiligen.****

Etwa 300 Gäste kamen in den Wappensaal des Rathauses, um im Rahmen der Preisverleihung noch einmal die besten Sicherheitstipps Revue passieren zu lassen. Brauner betonte vor allem den Präventionsgedanken der Initiative "Sicheres Wien": "Durch die Fülle von Vorschlägen kann eine individuelle Checklist erstellt werden, die nicht nur ein sicheres Gefühl gibt, sondern auch tatsächlich die Sicherheit etwa in den eigenen vier Wänden oder im eigenen Fahrzeug erhöht. Viele Tipps sind völlig unaufwändig und können von allen Menschen selbst befolgt worden."

Der Startschuss zur Aktion fiel heuer beim Wiener Donauinselfest durch Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl. Seither wurde der Sicherheitsleitfaden bei Bezirksveranstaltungen, Festen und Schulprojekten der Helfer Wiens "olympisch" weiter-getragen. Viele Wienerinnen und Wiener haben ihre Ideen, Vorschläge, persönliche Tipps oder Erfahrungen zur eigenen Sicherheit bzw. zur Sicherheit der Stadt auf der Schriftrolle eingetragen. "Die Wiener Bevölkerung war aufgerufen, Sicherheitstipps abzugeben, über 1000 Tipps sind eingetroffen, aus ihnen wurde quasi der wahrscheinlich längste 'Sicherheitsleitfaden' der Welt zusammengestellt - mit Tipps, so weit das Auge reicht", zeigte sich auch Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts "Sicher Leben", sehr zufrieden mit den Ergebnissen des Projektes.

Die hohe Beteiligung und die abgegebenen Tipps zeigen, dass der Wunsch nach Sicherheit vorhanden ist, so Kisser. Dies ist auch eines der Ergebnisse einer Studie des Instituts "Sicher Leben". Danach sind Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz die wichtigsten Anliegen der Bevölkerung. Bei diesen Anliegen ist der Wunsch am größten, dass der Staat investiert. Mehr als die Hälfte der Menschen will, dass mehr Geld für Sicherheit ausgegeben wird. Kisser: "Bedrohungsbilder sind vor allem Verkehrsunfälle, Kriminalität und Brände."

Die Auswahl der besten Sicherheits-Tipps erfolgte durch eine hochkarätige Jury (Verantwortliche von Einsatz-, Rettungs- und Unfallverhütungsorganisationen) nach folgenden drei Kriterien:
Wirksamkeit, Breitenwirkung, Förderung von Eigenvorsorge und Verantwortung.

Nicht wegschauen, wenn jemandem etwas passiert

"Die eingegangenen Tipps lassen sich in drei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe betrifft grundsätzliche Werthaltungen zur Sicherheit: Das Prinzip der Vorsorge, die Ersten Hilfe Ausbildung, die Zivilcourage, also 'nicht wegschauen, wenn jemandem etwas passiert', das partnerschaftliche Miteinander im Straßenverkehr, das heißt, sich auch in die Situation des anderen hineindenken, oder schließlich auch die eigene Verantwortung für die Umwelt", führte Kisser zu den Ergebnissen aus.

Stärkere Überwachung im Straßenverkehr

Zweite Gruppe sind Empfehlungen zum korrekten Umgang mit Gesetzen und Vorschriften. Im Betrieb etwa die Kontrolle des Brandschutzes oder der Wunsch nach mehr Polizei auf der Straße und stärkere Überwachung im Straßenverkehr. Kisser: "Die Leute giften sich schlicht und einfach, wenn sie im Überholverbot überholt werden oder jemand bei einer Kreuzung bei Gelb noch fährt." Ein wichtiges Anliegen ist auch, dass die Kinder im Auto immer angeschnallt werden.

Sich selbst schützen

In die dritte Gruppe fällt alles, was direkt der eigenen Sicherheit dient. Das sind Vorsorgeuntersuchungen, Verwendung von Schutzausrüstungen, z. B. Radhelm oder Knie- und Ellbogenschützer beim Skaten, Schutzbrille und Gehörschutz bei Maschinen, Rauchmelder bzw. Feuerlöscher in Wohnungen und weitere nützliche Tipps wie ‘Rutschende Teppiche immer mit Gummiunterlagen auflegen‘. "Diese Tipps zeigen, dass man nicht immer auf die anderen warten muss, sondern mit einfachen Vorkehrungen viel für die eigene Sicherheit kann", betonte Kisser abschließend. (Schluss) hk

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