SCHWEITZER: Ja zum Leben - Nein zu Temelin

Volksbegehren gibt Möglichkeit zu weiteren Verhandlungen bis hin zur Nulloption

Wien, 2001-12-20 (fpd) - FPÖ-Generalsekretär Mag. Karl Schweitzer präsentierte heute das Plakat zur Jännerkampagne zum Volksbegehren "Nein zu Temelin". ****

Auf gelbem Grund befindet sich mit schwarzer Schrift der Slogan "Ja zum Leben - Nein zu Temelin", darunter steht zu lesen "Volksbegehren 14.1. - 21.1.02" sowie die Internetadresse www.neinzutemelin.at. Wie Schweitzer betonte, würden jüngste Umfragen zeigen, daß die österreichische Bevölkerung das Gefühl habe, daß Temelin ein sehr unsicheres Kraftwerk sei. Deshalb sei das Volksbegehren sehr notwendig. Allein die 16.000 Unterschriften, die die Einleitung des Volksbegehrens ermöglicht hätten, hätten dazu geführt, daß auf einmal Bewegung in die Verhandlungen mit Tschechien gekommen sei und es erste Erfolge gegeben habe. Das Volksbegehren selbst werde die Möglichkeit zu weiteren Verhandlungen geben, und zwar so weit, daß man auch über die Nulloption reden könne.

Schweitzer erinnerte auch an die Katastrophe von Tschernobyl und die hohe Strahlenbelastung. Dies dürfe man bei der Diskussion nicht außer acht lassen. Damals sei das Restrisiko schlagend geworden. Auch Temelin sei sehr unsicher. "Was ist wenn etwas passiert?" Die FPÖ stehe daher voll hinter diesem Volksbegehren.

Wie Schweitzer meinte, hätten auch die Ereignisse der letzten Tage bewiesen, daß Temelin doch nicht so gut sei wie behauptet. Man habe immer gesagt, daß allein Temelin 40 Milliarden Schilling wert sei. Jetzt würden aber für 80 Prozent des energiewirtschaftlichen Bereichs Tschechiens inklusive Temelin und eines anderes AKW von europäischen Energieriesen nur 56 Milliarden Schilling geboten. Ein Bewerber habe sogar nur 16 Milliarden geboten. Offensichtlich handle es sich bei diesen Summen quasi um einen symbolischen Schilling, da die Energiekonzerne später noch sehr viel Geld investieren müßten, wenn sie das Kraftwerk sicher betreiben wollten. Dies zeige, daß man mit den Warnungen vor Temelin als unsicherem Kraftwerk richtig liege. (Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC