Generalversammlung der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter Rechnungsabschluss 2000: Letzte Kennzahlen bestätigen Festlegung des Gesetzgebers auf dezentrale Struktur bei der neuen PENSIONSVERSICHERUNGSANSTALT

Wien (OTS) - Am 18.12.2001 hielt die Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter unter dem Vorsitz ihres Obmanns Josef TUMBERGER die Generalversammlung ab, die die Beschlussfassung über den Rechnungsabschluss 2000 und den Voranschlag 2002 zum Inhalt hatte.

Angesichts des unmittelbar bevorstehenden Beginnes der Zusammenlegung von PV ARB und PV ANG zur Pensionsversicherungsanstalt konzentrierte sich das Interesse der Versicherungsvertreter naturgemäß auf die von der Anstalt zuletzt "erwirtschafteten" Verwaltungskennzahlen, die daher auch im Mittelpunkt der Ausführungen von GD HR EHRENSTEIN standen. Wenn es noch einer ausdrücklichen Bestätigung bedurft hätte, dass die Vorgabe des Gesetzes, in sämtlichen Bundesländern Begutachtungs-, Bearbeitungs- und Entscheidungsstrukturen einzurichten, sich nicht bloß auf die unbestreitbar hohen Stellenwert besitzende Versichertennähe stütze, sondern auch auf handfesten wirtschaftlichen Überlegungen beruhe, dann sei diese, so EHRENSTEIN, durch die für die Positionierung der PV ARB im Zusammenlegungsprozess unabdingbaren Verwaltungskennzahlenvergleiche mit der zentral organisierten PV ANG eindrucksvoll nachgeholt worden.

So habe die PV ARB die von Hauptverband und Rechnungshof bereits mehrfach attestierten Kostenvorteile nicht nur halten, sondern sogar noch signifikant ausbauen können. Mit einem um mehr als 50 % (1,36 % zu 2,10 %) günstigeren Ergebnis bei dem vom Hauptverband veröffentlichten bereinigten Verwaltungs- und Verrechnungsaufwand und um mehr als 100 % besseren Ergebnis bei den EDV-Kosten (233,-- ATS zu 476,-- ATS) pro Pension wären von Seiten der PV ARB sämtliche Voraussetzungen geschaffen worden, dass die ebenfalls dezentrale Struktur des dann noch größeren Trägers diese Kostenvorteile zum Vorteil des Bundes lukrieren sowie in Nutzung der von der PV ARB betriebenen EDV-Gemeinschaftsprojekte bereits mit dem Zusammenlegungszeitpunkt 1.1.2003 nur mehr eine einzige moderne Betreuungssoftware anstaltsweit einsetzen müsse, sodass dadurch frei werdende Ressourcen sofort für den zu forcierenden Ausbau sozialversicherungsweiter Gemeinschaftsprojekte (SV-Data, Chipkarte, etc.) zur Verfügung stehen könnten. In Zahlen umgelegt und im Hinblick auf das vom Ministerium wiederholt mit 400-500 Mill. Schilling bezifferte Zusammenlegungseinsparungspotential bedeute dies, dass die PV ARB schon jetzt eine Art "Vorleistung" in dreistelliger Millionenhöhe erbringe.

Gerade im Hinblick auf die eindrucksvolle Entlastung des Bundesbudgets durch die unmittelbare Weitergabe realisierter Produktivitätsfortschritte müsse sich die PV ARB, so EHRENSTEIN, auch im Rahmen der Beschlussfassung über Rechnungsabschluss und Voranschlag ein weiteres Mal kritisch mit der in wichtigen Teilsegmenten immer noch unzureichenden finanziellen Abgeltung der Ersatzzeiten aus Mitteln des Ausgleichsfonds sowie ihren direkten Einfluss auf die Ausfallhaftung des Bundes auseinandersetzen. Die Bewertung dieser Zeiten im Bereich der PV ARB würde mit 16,2 Mrd. ATS (Euro 1,18 Mrd.) ausfallen, wobei jedoch nur 10,9 Mrd. ATS (Euro 0,79 Mrd.) aus dem Ausgleichsfonds zur Verfügung stünden. Bei ausreichender Abgeltung könnte die Deckungsquote der Versicherungsleistungen von 76,9 % auf 90,2 % angehoben und damit der Bundesbeitrag von 15,1 % auf 10,8 % des Gesamtaufwandes gesenkt werden.

In seinen weiteren Darstellungen führte EHRENSTEIN aus, dass sich das Gebarungsvolumen im Jahr 2000 gegenüber 1999 um 2,99 % auf ATS 134,08 Mrd. (Euro 9,74 Mrd.) erhöht hat. Der Pensionsaufwand stieg aufgrund der höheren Anzahl der Pensionsbezieher (Dezember 1999:
966.671, Dezember 2000: 975.094) und höherer Pensionen um 3,24 % auf ATS 109,59 Mrd. (Euro 7,96 Mrd.). Demgegenüber sank der Aufwand für Ausgleichszulagen von ATS 5,56 Mrd. (Euro 0,4 Mrd.) auf ATS 5,4 Mrd. (Euro 0,39 Mrd.). Für Aufwendungen im Rahmen des Bundespflegegeldgesetzes fielen im Jahre 2000 ATS 8,92 Mrd. (Euro 0,65 Mrd.) an.

In seinem Schlusswort appellierte TUMBERGER, bei der nun beginnenden Fusionierung zukunftsorientierten Konzepten den Vorrang zu geben, Gemeinsames vor Trennendes zu stellen, um den von der PV ARB für ihre Versicherten und Pensionisten für viele Jahre unter Beweis gestellten Service- und Leistungsstandard auch in Hinkunft halten zu können.

Rückfragen & Kontakt:

Pensionsversicherungsanstalt
der Arbeiter
Jürgen Petrus
Tel.: +43 (1) 313 20/2673
juergen.petrus@pvarb.sozvers.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS