ÖGB-Rolzhauser: Altersteilzeit-Regelung bis 2003 muss bestehen bleiben

Folgt der nächste Einschnitt bei der älteren Generation?

Wien (ÖGB). "Die im Jahr 2000 befristet bis 2003 eingeführte Regelung für die Altersteilzeit muss bestehen bleiben", reagiert die ÖGB-Expertin Elisabeth Rolzhauser auf eine Meldung im heutigen Kurier, Minister Bartenstein arbeite an einer Änderung der Regelung.++++

Die Altersteilzeit-Bestimmung sei zur Abmilderung der Folgen der überfallsartigen Anhebung des Frühpensionsalters eingeführt worden. "Quasi als Ersatz der Frühpension für jene, die kurzfristig von der Anhebung des Frühpensionsalters betroffen sind. Deshalb ist die Regelung ja auch befristet", erklärt Rolzhauser. Komme es nun zu einer Verschlechterung, zahlten wieder genau jene drauf, die von der Pensions-"Reform" bereits am härtesten getroffen wurden. "Die Lebensplanung dieser älteren ArbeitnehmerInnen wird in Permanenz strapaziert. Heute wird eine Bestimmung umgestoßen, morgen die andere. So kann es wohl nicht sein!", ist Rolzhauser empört

Die ÖGB-Expertin fordert die Regierung auf, in jedem Fall eine Garantie dafür abzugeben, dass in abgeschlossene Verträge nicht eingegriffen wird. "Und zwar auch für Fälle, wo die Vereinbarung jetzt getroffen wird, der Eintritt in die Altersteilzeit aber erst in einigen Monaten erfolgt. Schließlich trifft man so eine Entscheidung nicht von einem Tag auf den anderen. Auch die Arbeitgeber verlangen eine längerfristige Planung und wollen eine frühzeitige Entscheidung von den ArbeitnehmerInnen", gibt Rolzhauser zu bedenken. (mfr)

ÖGB, 20. Dezember 2001
Nr. 1113

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