GROSSRUCK: RECHNUNGSHOF BESTÄTIGT RICHTIGKEIT EINES NEUEN MANAGEMENTS DER FLUGHAFEN WIEN AG

RH-Wahrnehmungsbericht über Auftragsvergaben im Bundestrassen- und hochbau gestern im Rechnungshofausschuss =

Wien, 20. Dezember 2001 (ÖVP-PK) Der Rechnungshof hat bei der Überprüfung der Flughafen Wien AG in den Monaten Juni bis September 1998 viele Kritikpunkte aufgeworfen. Deswegen war es zwingend notwendig, dass ab Oktober 1999 ein neuer Vorstand eingesetzt wurde. Unter dem jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden Johannes Coreth wurden viele gravierende Mängel, die noch unter "sozialdemokratischen Zeiten" entstanden, wieder behoben. Dies sagte der Obmannstellvertreter im Rechnungshofausschuss, ÖVP-Abg. Wolfgang Großruck heute, Donnerstag, anlässlich der gestrigen Sitzung des Rechnungshofausschusses. In diesem Ausschuss stand unter anderem der Wahrnehmungsbericht des Rechnungshofes über Auftragsvergaben im Bundesstraßenbau und Bundeshochbau auf der Tagesordnung. ****

"Der Rechnungshof erstellte für die Flughafen Wien AG bei der Überprüfung von Baumaßnahmen eine sogenannte Mangelbeschreibung, in der insgesamt ein möglicher Vermögensnachteil von 102,97 Millionen Schilling ausgewiesen wird. Die größeren ausgewiesenen Beträge davon betreffen den Pier West. Der Rechnungshof bemängelt dabei unter anderem die Nicht-Vergleichbarkeit der Ausschreibung sowie mangelhafte Ausschreibungsunterlagen, eine verspätete Bauherrenentscheidung, eine unklare Vertragsabfassung, ein ungerechtfertigtes Erfolgshonorar und Qualitätsmängel", erläuterte Großruck. "Gegen diesen Rechnungshofbericht liest sich ein Hitchcock-Krimi wie ein Heimatroman".

Im Zusammenhang mit diesen Baumaßnahmen sei es auch zu Staatsanwaltschaftsanzeigen und gerichtlichen Verfahren gekommen, so Großruck. Nur durch zahlreiche Maßnahmen des neuen Managements sei es möglich gewesen, die vorhandenen Missstände abzustellen. "Wurden vorher beispielsweise externe Berater mit Leistungen beauftragt, die eigentlich von den Mitarbeitern des Projektmanagements wahrzunehmen gewesen wären, so gibt es nun präzisere Vergabeeinschränkungen für externe Berater und die in der Sachlage vertrauten Mitarbeiter werden verstärkt einbezogen", erklärte Großruck. Den Empfehlungen des Rechnungshofes hat das neue Management unter Coreth auch hinsichtlich der Einhaltung der Investitionspläne Rechnung getragen. "Damit ist gewährleistet, dass sich derartige Schlampereien und kriminelle Vorgänge wie in der Vergangenheit nicht mehr wiederholen", zeigte sich Großruck abschließend überzeugt.
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