ÖAMTC begrüßt Wiedereröffnung des Gotthard-Tunnels

Endlich wieder Entlastung für den Brenner

Wien (ÖAMTC-Presse) - Als vernünftige Entlastung für den Alpentransit speziell am Brenner hat der ÖAMTC die für Freitag, 21. Dezember 2001, angekündigte Wiedereröffnung des Gotthard-Tunnels begrüßt. "Das bedeutet für Fernreisende zwischen Deutschland und Italien, dass sie neben dem Brenner auch wieder die Gotthard-Strecke als eine der wichtigsten Verkehrsrouten zur Verfügung haben", wie ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke festhält.

Beim Tunnel-Test des ÖAMTC und ADAC 1999 hatte der Gotthard die Bewertung "gut" erhalten. Er verfügt zwar über einen Notstollen, der allerdings nicht für Einsatzkräfte befahrbar ist. Nach dem Urteil der Automobil-Clubs ist er insgesamt immer noch sicherer als der im selben Test mit "bedenklich" beurteilte San-Bernardino-Tunnel und der im jüngsten Nachtest 2001 mit "ausreichend" bewertete Große-Sankt-Bernhard-Tunnel.

Deutlich sicherer ist nach Urteil des ÖAMTC der Bosrucktunnel auf der Pyhrnroute. Erstmals gibt es dort einen für Rettung und Feuerwehr befahrbaren Rettungsstollen, der mit heutigem Tag, 20. Dezember 2001, zur Verfügung steht. Außerdem wurden alle Notrufnischen und Fluchttüren aktiv mit Weißlicht beleuchtet. Rumpelstreifen in der Mitte und helle Tunnelfarben runden das Sicherheitspaket ab.

Notfall im Tunnel - Club gibt Tipps, wie man sich im Falle des Falles richtig verhält

* Bei Tunnelfahrten besonders auf Tempo und Sicherheitsabstände achten, Licht aufdrehen und Sonnenbrillen abnehmen.

* Für Informationen Autoradio auf Verkehrsfunk stellen.

* Wertgegenstände in einer Tasche bereithalten, damit man im Fluchtfall die Hände frei hat.

* Notrufe keinesfalls übers Handy absetzen, sondern über die nun einheitlich mit "SOS" gekennzeichneten Notruftelefone, weil die Tunnelzentralen nur so automatisch den Einsatzort erkennen und die Kameras dorthin richten können, um die Hilfskräfte optimal zu koordinieren und die Lüftung punktgenau zu steuern.

* Im Brandfall mit den in den Notrufzellen vorhandenen Feuerlöschern sofort löschen. Ist das nicht mehr möglich, sofort flüchten und die Autoschlüssel im Zündschloss stecken lassen. In den Notrufzellen sind Atemschutzhauben vorrätig, die man unbedingt verwenden soll.

"Die Politik ist gefordert, Mittel zur Verfügung zu stellen, um im Gotthard- als auch bei den einröhrigen Problemtunnels in Österreich wie Tauern- und Katschbergtunnel den raschen Bau der zweiten Tunnelröhren unverzüglich einzuleiten", betont der Tunnelexperte Matzke abschließend.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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