Wiedner BV Reichard: Stadt will soziale Stützpunkte im Bezirk schließen

Wiedner Bezirksvertretung wehrt sich einstimmig gegen Kahlschlag bei sozialen Einrichtungen

Wien (ÖVP-Klub) Vor einem Kahlschlag bei sozialen Einrichtungen im Bezirk warnte heute die Wiedner Bezirksvorsteherin Susanne REICHARD (ÖVP). "Der soziale Stützpunkt in der Rainergasse sowie der Stützpunkt der Mobilen Schwestern in der Schönbrunnerstraße 7 sollen - wenn es nach dem Willen der Gesundheitsstadträtin geht -aufgelassen bzw. in den 10. Bezirk integriert werden", berichtet REICHARD.***

Mit zwei einstimmigen Beschlüssen (einmal im September und einmal im Dezember) hat sich die Wiedner Bezirksvertretung EINSTIMMIG gegen dieses Vorhaben ausgesprochen. "Wir haben in beiden beschlossenen Anträgen auch sinnvolle Vorschläge gemacht, wie man die sozialen Leistungen im Bezirk aufrechterhalten kann", so REICHARD weiter. Einer der vom Rathaus angegebenen Gründe für die geplante Schließung war etwa die räumliche Beengtheit im Stützpunkt Rainergasse. "Unmittelbar neben dem sozialen Stützpunkt in der Rainergasse befinden sich die Räumlichkeiten eines Brausebades der MA 44, das ohnehin geschlossen werden soll", erklärt REICHARD. "Eine Zusammenlegung dieser beiden Lokale würde den sozialen Stützpunkt aufwerten und ihm genügend Platz verschaffen. Weiters könnten Teile des Bades als soziale Einrichtung im Bezirk erhalten bleiben." Auch dieser Vorschlag wurde in der Wiedner Bezirksvertretung einstimmig angenommen.

"Leider sind wir mit unseren Wünschen und Forderungen bei der Frau Gesundheitsstadträtin auf taube Ohren gestossen", ärgert sich die Wiedner Bezirksvorsteherin. "Wochenlang hat Pittermann auf unsere Forderungen nicht einmal reagiert. Erst jetzt beschwört sie in einem Antwortbrief die angeblichen Vorteile der Verlegung in den 10. Bezirk." Diese Art der Argumentation, so REICHARD, würden die Wiednerinnen und Wiedner jedoch ablehnen. "Niemand kann uns weismachen, dass es Vorteile haben soll, wenn jegliche soziale Betreuung aus dem Bezirk verschwindet."

"Ich empfinde es auch als Ungeheuerlichkeit und als einen Affront, dass - trotz mehrmaliger Bitte - die Stadträtin mich weder telefonisch zurückgerufen hat, noch die Bereitschaft zu einem persönlichen Gespräch aufbrachte." Wenn das der neue Stil in der Wiener Stadtregierung sei, dann müsse man vor den kommenden Jahren wirklich Angst haben.

"Die Wiedner Bezirksvertretung verwehrt sich - mit den Stimmen aller Fraktionen - gegen die Schließung dieser beiden Stützpunkte. Diesen Wunsch sollte auch die Frau Gesundheitsstadträtin ernst nehmen und nicht einfach über die Anliegen eines ganzen Bezirkes ‚drüberfahren‘", so REICHARD abschließend.****

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