Pilz: Ausgliederung allein löst keine Probleme

Den Wiener Krankenanstalten fehlen 2002 ca. 800 Mio. öS

"Ich unterstütze die Anliegen der 'Konsequenten Interessensvertretung (KIV)' gegen die konzeptlosen Einsparungen im Wiener Gesundheitswesen", kommentiert die Grüne Gesundheitssprecherin Sigrid Pilz die heute stattgefundende Protestaktion.

Die im Zuge der Unternehmungswerdung des Wiener Krankenanstaltenverbundes (ab Januar 2002) vorgesehene Kürzung von ca. 800 Millionen öS jährlich in den Wiener Krankenanstalten gefährdet die Qualität der medizinisch-pflegerischen Versorgung von PatientInnen und verschärft die Arbeitsbedingungen für das Gesundheitspersonal dramatisch.

"Es kann nicht angehen", so die Grüne Gesundheitssprecherin, "dass Gesundheitsstadträtin Dr. Pittermann, nach dem Rasenmäherprinzip Einsparungen im Gesundheitsbereich vorsieht und die Verantwortung dafür an die Generaldirektoren der Unternehmung Krankenanstaltenverbund delegiert, die wiederum die Einsparungen ohne entsprechende Hilfestellungen an die einzelnen Krankenhäuser weitergeben."

Nach dem Motto: den letzten beißen die Hunde, haben PatientInnen und Personal die gesundheitspolitische Konzeptlosigkeit und das Unvermögen der Generaldirektoren "auszubaden", so Pilz.

"Frau Dr. Pittermann zeigen sie gesundheitspolitische Verantwortung und stellen sie sich ihrer Aufgabe als Stadträtin: die Leistungen des Wiener Gesundheitswesens auf einem qualitativ hohen Niveau zu sichern und bestehende Unterversorgung aber auch Ineffizienzen zu analysieren und dementsprechende, bereinigende Reformen einzuleiten", schließt die Grüne Gesundheitssprecherin.

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