Cordon: "Suche nach Standort für Hakoh-Sportplatz muß rasch abgeschlossen werden"

SPÖ Leopoldstadt lehnt Antrag für Suche nach Alternativstandorten ab

Wien (Grüne) - Obwohl mittlerweilen bekannt ist, daß die Errichtung einer Sportanlage für die Hakoah im denkmalgeschützten Augarten auf beträchtlichen Widerstand stoßen wird, hat die SPÖ Leopoldstadt in der gestrigen Bezirksvertretungssitzung einen Antrag der Grünen mit ihrer Mehrheit abgelehnt. Dieser Antrag sprach sich für die Prüfung von drei Alternativstandorten für den Sportplatz aus. Es handelt sich hierbei um das Nordbahnhofgelände, die ehemaligen Gesiba-Gründe (Trabrennstraße/Vorgartenstraße) und die Spenadlwiese im Prater.

Fest steht: Die Augartenverwaltung lehnt das Sportstättenprojekt genauso wie das Bundesdenkmalamt ab.
Fest steht auch, daß die AnrainerInnen - vertreten durch den Verein "Freunde des Augartens" - in dieser Causa alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen wollen und damit einen Baubeginn in weite Ferne rücken lassen. Kenner der Rechtsmaterie schätzen die Dauer eines solchen Verfahrens auf drei bis fünf Jahre.

Die Restitutionssprecherin der Wiener Grünen, Cecile Cordon dazu: "Es ist dem Geiste der Restitution und der der Hakoah nicht gedient, wenn man letztendlich gegen alle Widerstände mit dem Bau der Sportanlage erst im Jahr 2007 beginnen kann." Daher haben die Grünen diesen Antrag gestellt. Die Leopoldstädter SPÖ verweigerte leider ihre Zustimmung und verwies darauf, daß der Bürgermeister auch ohne Zuruf der Bezirksvertretung die richtige Entscheidung treffen werde. Cordon weiter: "Keineswegs darf passieren, daß die Hakoah in diesen Konflikt auf der Strecke bleibt und fordert den Bürgermeister und die zuständigen BundesministerInnen auf, hier rasch eine Entscheidung zu treffen und sich nicht davor zu drücken."

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