VSStÖ alarmiert über Bad Ischler Schulgebühren

Schiessl: Ist das Gehrers Autonomie? - Warnungen vor Schulgebühren offenbar bestätigt

Wien (SK) Der Verband Sozialistischer StudentInnen Österreichs (VSStÖ) ist alarmiert über den heute, Mittwoch, bekanntgewordenen Fall von "Schulgebühren" an der HAK/HAS Bad Ischl. VSStÖ-Bundesvorsitzende Eva Schiessl: "An diesem Beispiel wird die dunkle Zukunft blauschwarzer Bildungspolitik gut sichtbar". ****

ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz (VSStÖ) hat im Zuge des Bildungsvolksbegehrens vor Schulgebühren gewarnt, ihre Äußerungen wurden damals von Blau-Schwarz als völlig irreal hingestellt. "Jetzt zeigt sich, dass Gebühren eine Folge der herrschenden Vernachlässigungspolitik sind", so Schiessl. Bad Ischl sei auch entlarvend für die sogenannte Schulautonomie, bei der die Politik ihre Verantwortung für den Bildungsbereich leugnet und die Schulen vor Ort mit ihren Problemen allein lässt. "Hier wird auch klar, in welche Richtung die geplante Vollrechtsfähigkeit der Universitäten gehen soll", erläutert Schiessl.

Kritik übt der VSStÖ auch an Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer, der laut Medienberichten 'Verständnis zeigt', sich aber gegen den Ausdruck Schulgeld währt. Schiessl: "Statt für die Anliegen der betreffenden Schule einzutreten und Mittel zur Behebung der Mängel zu fordern, übt sich der Präsident in Politkosmetik. Wir verlangen ein sofortiges Eingreifen von Bildungsministerin Gehrer, um die ärgsten Mißstände in Bad Ischl zu beheben und den Stopp von dubiosen ‚freiwilligen' Schulgebührenaktionen", meinte Schiessl.

Schulgebühren seien genau wie Studiengebühren ein Mittel ungerechter sozialer Selektion, das die schon bestehenden sozialen Hürden vergrößert. "Der VSStÖ steht für den offenen und gebührenfreien Bildungszugang auf allen Ebenen", schloss Schiessl. (Schluss) ns/mm

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