Durchbruch für Vorarlberger Gesundheitsprojekt erzielt

LR Bischof: "Grünes Licht" der Strukturkommission

Bregenz/Wien (VLK) - Den Durchbruch für die Einrichtung
des Vorarlberger Gesundheitsfonds erreichte Landesrat Hans-
Peter Bischof bei der letzten Sitzung der für strukturelle
Fragen im österreichischen Gesundheitswesen zuständigen Strukturkommission in Wien: "Wir müssen in der Strukturierung unseres Gesundheitswesens neue Wege finden. Vorarlberg wird
wieder einmal als Beispiel voran gehen." ****

Die Strukturkommission hat in einem einstimmigen
Beschluss, also auch mit Einverständnis des Hauptverbandes
der Sozialversicherungsträger, aller Bundesländervertreter, Gemeinde- und Städtebundes usw., Grünes Licht für das Vorarlberger Modellprojekt gegeben. Aufgaben des
Gesundheitsfonds sind
- eine auf alle Partner abgestimmte gesamtheitliche Planung
des Gesundheitssystems für das Land Vorarlberg,
- die Einführung von Modellprojekten und deren Finanzierung,
- über diese Einzelprojekte eine stärkere Vernetzung der Spitalsversorgung mit der Versorgung im niedergelassenen
Bereich,
- die Finanzierung klar definierter, segmentübergreifender
Aufgaben aus einem Guss.

Damit erwartet sich Landesrat Bischof eine Erhöhung der finanziellen Treffsicherheit und die Vermeidung von Doppelgleisigkeiten an der Schnittstelle
Spital/niedergelassener Bereich.

Die Strukturvorgabe der Kommission sieht die verbindliche Koordination in den Bereichen der Planung, Koordinierung, Leistungserbringung, Organisation und Finanzierung zwischen
allen beteiligten Institutionen im Land Vorarlberg vor.
Bereits im Jänner nächsten Jahres soll, so
Gesundheitslandesrat Bischof, mit den Detailverhandlungen zur konkreten Umsetzung des Vorarlberger Modellprojektes begonnen werden.

Kürzlich wurde der Vorarlberger Gesundheitsfonds durch
Landesrat Bischof, die Ärztekammer und die
Gebietskrankenkasse auch Staatssekretär Waneck vorgestellt. Inhaltlich stieß das Vorarlberger Projekt auf völlige
Zustimmung. Dabei wurde zugesagt, dass das
Gesundheitsministerium die Federführung in den weiteren Verhandlungen und damit die Abstimmung zwischen den Partnern Hauptverband, Gebietskrankenkasse, Ärztekammer und Land
übernehmen wird.

"Mit der Zustimmung der Strukturkommission zu unserem
Modell können wir zeigen, dass durch erhöhte Effizienz neue Herausforderungen im Gesundheitswesen, wie z.B. modernste Medizintechnik oder die demographische Entwicklung,
finanziell bewältigt werden können, ohne dass wir den Gesundheitstopf zur Explosion bringen." Erste
Vernetzungsbeispiele sieht Landesrat Bischof in den Bereichen Palliative Versorgung, Ärztebereitschaft, Prästationäre Diagnostik, Neurologische Rehabilitation und vor allem beim Übergang vom Krankenhaus in die häusliche/ambulante Pflege. (hh/gw,nvl)

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