11. Wiener Frühlingsfestival ( 5. April bis 8. Mai 2002)

Wien (OTS) - "Welten/Gegenwelten" lautet das Thema des 11. Wiener Frühlingsfestivals, wenn sich im Wiener Konzerthaus vom 5. April bis 8. Mai 2002 große Ensembles und Interpreten in 50 Veranstaltungen auf die Suche nach den ersten und den letzten Dingen des Lebens begeben. Zentrale Werke sind dabei Haydns "Die Schöpfung" (14. April) & "Merkur-Symphonie" (8./9. April), Milhauds "La Création du Monde" (8. April), alle Sibelius-Symphonien (10./11./13. April), Mahlers "Tragische" (3./4. Mai), Messiaens "Livre du Saint Sacrement" (7. April), Monteverdis "L'Orfeo" (30. April/1. Mai) sowie Loessers "Guys and Dolls" (19. April). Weitere Höhepunkte bilden hochkarätig besetzte Kammermusik-, Lieder- und Klavierabende. Stummfilmklassiker wie Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin" (20. April) und Chaplins "Modern Times" (25. April) sind im Rahmen von "Film & Musik live" integraler Bestandteil des Frühlingsfestivals.

Einige der international bedeutendsten Interpreten sind im Rahmen dieses Festivals im Wiener Konzerthaus zu Gast: Das Mahler Chamber Orchestra unter Marc Minkowski bei seinem Wien-Debut, La Capella Reial de Catalunya unter Jordi Savall, das Symphonieorchester des Finnische Rundfunks unter Jukka-Pekka Saraste, das Alban Berg Quartett, das Hagen Quartett, das Quatuor Mosaïques, Elisabeth Leonskaja, Marjana Lipovsek, Julian Rachlin, Stefan Vladar, Cecil Taylor und das Wien-Debut einer Legende des modernen französischen Jazz, Henri Texier.

Große Symphoniker der Klassik und der Spätromantik prägen das Programm der Orchesterkonzerte im Frühlingsfestival. Neben Haydns "Merkur", "Der Philosoph", "La Passione" und "Trauer-Symphonie" erklingt Mozarts "Prager Symphonie" sowie Beethovens Siebte, mit der das phänomenale Mahler Chamber Orchestra unter Marc Minkowski zweimal im Wiener Konzerthaus gastiert. Die Wiener Symphoniker widmen sich unter Eliahu Inbal bzw. Vladimir Fedosejev Bruckners VII. Symphonie und Mahlers VI. Symphonie. Jean Sibelius' sieben Symphonien werden komplett in einer dreiteiligen Konzertreihe mit den wohl idealen Interpreten, dem Symphonieorchester des Finnischen Rundfunks unter Jukka-Pekka Saraste, zu hören sein.

Barocke Oper, klassisches Oratorium, romantischer Liedgesang und amerikanisches Musical - eine enorme Vielfalt an Stilen und Genres kennzeichnet die vier Vokalmusikprojekte dieses Frühlingsfestivals mit Marjana Lipovsek, der Neuen Österreichisch-Ungarischen Haydnphilharmonie unter Adam Fischer mit Haydns "Die Schöpfung", Jordi Savall mit seinen Ensembles und zahlreichen hochrangigen Solisten mit Monteverdis "L'Orfeo" sowie dem RSO-Wien unter Wayne Marshall mit Frank Loessers Erfolgsmusical "Guys and Dolls".

In den Kammermusikprojekten des Frühlingsfestivals dominiert das Streichquartett: Vier Formationen, die seit vielen Jahren zu unseren Residenzensembles zählen - Alban Berg Quartett, Hagen Quartett, Quatuor Mosaïques und Eos-Quartett - bestreiten sieben Konzerte, die neben zahlreichen Repertoireklassikern auch bemerkenswerte Raritäten bieten. Zu den weiteren prominenten Kammermusikabenden zählen: Ein Konzert mit Julian Rachlin, der mit seinen Freunden einen Brahms-Abend gestaltet, das Gastspiel des exzellenten Palladian Ensembles mit Barockmusik italienischer Komponisten in England sowie ein Abend mit Friedrich Cerha mit dem traditionsreichen Ensemble "die reihe".

(Stumm)Filmklassiker mit Live-Musik wie Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin", Ernst Lubitschs "The Marriage Circle" und Chaplins "Modern Times" sind integraler Bestandteil dieses Festivals. Darüber hinaus bietet "Film + Musik live" aber auch Raritäten wie "Remparts d'Argile" (Mauern aus Lehm) mit einem feinsinnigen Live-Soundtrack von Frankreichs Jazz-Legende Henri Texier. Ein avantgardistisches Berlin-Porträt des Jahres 2002 zeichnet das Remake des legendären Stummfilms "Berlin: Die Sinfonie der Großstadt".

Sechs Konzerte, die einen weiten Bogen zwischen Tradition und Avantgarde überspannen, bilden beim Frühlingsfestival einen spannenden Programmschwerpunkt für alle Jazz-Liebhaber: Henri Texier, eine Legende des modernen französischen Jazz, debütiert mit drei unterschiedlichen Projekten im Wiener Konzerthaus. Neben einem Konzert mit seinem aktuellen, hochkarätig besetzten Quintett und einem Filmprojekt, zu dem Texier den Soundtrack liefert, kommt es auch zu einem Revival seines legendären Trios mit dem Klarinettisten Louis Sclavis und dem Schlagzeuger Aldo Romano. Ein Wiedersehen gibt es mit den alle musikalische Grenzen überwindenden Bang On A Can All-Stars und dem wohl radikalsten Vertreter des Free Jazz Pianos, Cecil Taylor. Stilistisch traditioneller, aber ebenso erstklassig besetzt sind die Konzerte des Abbey Lincoln Quartet und der Bill Holman Band.

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