Schabl: Blauschwarze Bundesregierung will 6.000 Postler auf die Straße setzen

Massive Verschlechterungen des Postservice in den ländlichen Regionen

St. Pölten, (SPI) - "Wenn die FP/VP-Bundesregierung in den nächsten zwei Jahren tatsächlich 6.000 Postler kündigen will, dann hängen daran nicht nur viele Schicksale, sondern die ohnehin angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt wird sich nur noch verschärfen. Der geplante Postämterkahlschlag von mehr als 200 Postdienststellen in ganz NÖ, wobei nur einige wenige durch Ersatzlösungen ausgeglichen werden sollen, wird zudem das Postservice massiv verschlechtern. Schon jetzt bekommen manche Haushalte ihre Post nicht mehr Vormittags, sondern erst spät Nachmittags oder gar Abends. Umgelegt auf die aktuellen Kürzungen und Personaleinsparungen wird damit die tägliche Postzustellung an Werktagen bald der Vergangenheit angehören. "Mittwochs ist Post-Tag" wird es bald in vielen Gemeinden heißen", zeigt sich der Zweite Präsident des NÖ Landtages, LAbg. Emil Schabl, empört über die nun von der Post-AG veröffentlichten Planungen.****

Es wird nämlich keine umfassenden Ersatzlösungen geben, für ganz Österreich sind bei 650 betroffenen Postämtern nur einige wenige "Post-Partner" zugelassen. Manche Postämter werden gar nicht ersetzt, was besonders in Niederösterreichs ländlichen Regionen zum Tragen kommen wird. Empörend ist jedenfalls die Vorgehensweise der Post, die mit den Bürgermeistern nur Scheinverhandlungen führt, ja in der Mehrheit der Gemeinden noch nicht einmal das Gespräch gesucht hat. "Beteuerungen der ÖVP-Niederösterreich, wonach ohne Zustimmung der Bürgermeister kein Postamt geschlossen wird, haben sich damit als Schall und Rauch erwiesen. Von LH Erwin Pröll eingesetzte Postbeauftragte und juristische Berater haben offensichtlich nur brav ihren Schreibtisch gehütet, wirklich durchsetzen konnten sie rein gar nichts. Man darf gespannt sein, wie lange sich der verantwortliche Landeshauptmann noch zurücklehnt und den großen Schweiger mimt. Hier gehen Lebensqualität, Wohlstand und Arbeitsplätze in unseren Gemeinden verloren - und Pröll schweigt oder sendet Unterläufel vor. Der Drahtzieher der blauschwarzen Koalition opfert Niederösterreich und seine Einrichtungen. Wenn der so weitermacht, werden wir bald nichts mehr zum opfern haben", so Schabl abschließend.
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