Gusenbauer (5): Selbstbehalte zur Finanzierung des Gesundheitssystems sind unsozial

Aufhebung der Höchstbemessungsgrundlage als letzter Schritt wäre gerechter

Wien (SK) Österreich habe ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem, das im Vergleich auch billiger ist, als jenes der Schweiz, der USA oder Deutschlands, stellte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer Sonntag in der ORF-"Pressestunde" klar. Einsparungsmöglichkeiten sieht Gusenbauer in erster Linie bei der Medikamentation. Der Vergleich einzelner Bundesländer zeige, dass hier ein großer Spielraum liege. Einsparungen im Gesundheitssystem dürften die Qualität der Leistungen jedoch nicht reduzieren. Die steigende Diskrepanz zwischen Einnahmen und Ausgaben der Krankenkassen führt Gusenbauer auf den ständigen medizinischen Fortschritt zurück. Es sei jedoch falsch, auf die steigenden Kosten mit immer mehr Selbstbehalten zu reagieren, wie es die Regierung tut. Für den SPÖ-Chef wäre es richtiger und solidarischer, die Höchstbemessungsgrundlage in der Krankenkasse, die derzeit bei 44.000 Schilling liegt, aufzuheben. Dies würde dem solidarischen Grundgedanken unseres Gesundheitssystems viel eher entsprechen als die Bestrafung Kranker durch Selbstbehalte. ****

Für einen gut Verdienenden sei es durchaus zu verkraften, zweihundert Schilling mehr in die Kassen einzuzahlen, wenn im Ausgleich dafür die ungerechten Selbstbehalte wieder abgeschafft werden könnten. Es gelte auch für die Zukunft sicherzustellen, dass Arm und Reich den gleichen Zugang zu Einrichtungen des Gesundheitswesen haben, so Gusenbauer.(Forts.) ml/mh

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