Maier zu Arzneimittelgesetzen: Regierung übergeht wichtige Themen!

SPÖ sagt Nein zu Doping und verlangt eigenes Anti-Doping-Gesetz

Wien (SK) Als "in vielen Punkten zu wenig weit gehend" kritisierte heute SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier das Arzneimittelgesetz und das Tierarzneimittelkontrollgesetz, die beiden am Donnerstag mit den Stimmen der Regierung beschlossen wurden. "Viele - teils - lebenswichtige Themen wurden einfach übergangen oder in unzureichender Weise geregelt", erklärte Maier gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die das Doping betreffenden Bestimmungen seien unsystematisch und den von Anabolikamissbrauch ausgehenden Gefahren sei in unzureichender Weise Rechnung getragen worden, kritisierte der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher. Maier forderte- den internationalen Übereinkünften entsprechend - Kontrollmöglichkeiten vor, während und nach dem Training. ****

Maier kritisierte auch, dass die vorgesehenen Regelungen für das Doping im Pferdesport völlig unzureichend seien "und Kontrollmöglichkeiten ferne der Realität festgelegt wurden". Kritik übte er auch daran, dass im Arzneimittelkontrollgesetz gerichtliche Strafbestimmungen nur bei Einfuhr von "großen Mengen" vorgesehen sind. Im Suchtmittelgesetz wurden die Grenzwerte drastisch verringert, im Arzneimittel-Kontrollgesetz hingegen große Mengen zugelassen - "das ist ein Widerspruch in sich", so Maier.

Die SPÖ forderte im Rahmen der Nationalratsdebatte ein eigenes Anti-Doping-Gesetz, das die Regierungsparteien jedoch ablehnten. "Dabei ergaben neueste Umfragen, dass nicht nur Spitzensportler, sondern auch Hobbysportler immer häufiger zu Anabolika greifen -immerhin nehmen 19 Prozent der Menschen, die regelmäßig im Fitness-Center trainieren, nach einer deutschen Studie, diese verbotenen Substanzen, die bei längerer Einnahme zu schweren Leber-und Nierenleiden, erhöhtem Blutdruck oder Haarausfall führen können. Das ist jeder Fünfte", so Maier. Die Warnungen würden jedoch ungehört verhallen und die neuen Bestimmungen ließen zu viel Spielraum für den illegalen Handel und den Missbrauch dieser gefährlichen Mittel. "Die Regierung hat eine große Chance verpasst", kritisierte Maier abschließend. (Schluss) ml/mm

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