Seniorensprecher Bruckmann stimmt gegen Pensionsanpassungsfaktor!

Wien (OTS) - Der gesetzlichen Festlegung des Pensionsanpassungsfaktors für das Jahr 2000 mit 1,1 % habe er in der heutigen Sitzung des Nationalrates seine Zustimmung verweigert, sagte der Abgeordnete des Österreichischen Seniorenbundes, Dr. Gerhart Bruckmann.

Durch diese Festlegung wird die Pensionserhöhung um nur 1,1 % im kommenden Jahr rechtlich abgesichert, ohne darüber Konsens mit dem Seniorenbund erzielt zu haben.

Die rechtliche Zulässigkeit dieser Maßnahme wird vor dem Verfassungsgerichtshof angefochten werden. Er habe aber seine Gegenstimme auch aus sozialpolitischen Gründen abgegeben, sagte Bruckmann:

Die weitere Finanzierung unseres Pensionssystems wird nicht so sehr durch die gegenwärtigen Pensionen gefährdet, sondern vornehmlich durch die Tatsache, dass jeder zukünftige Pensionistenjahrgang eine höhere Lebenserwartung haben wird, als der vorjährige. Dadurch wird sich die Schere zwischen Beitragsaufkommen und Pensionsvolumen ständig weiter öffnen. Unser System ist aber hinsichtlich der Neuzuerkennung von Pensionen ohnehin weit großzügiger als das aller anderen vergleichbaren Länder. Die langfristige Finanzierung des Pensionssystems könne nicht durch Schnitte bei den bereits laufenden Pensionen gesichert werden, sondern nur durch Maßnahmen, welche zukünftige Neuzuerkennungen betreffen. Die beschlossene Maßnahme, die laufende Pensionen belastet, zukünftige Pensionen jedoch erhöht, geht demnach in die falsche Richtung, schloss Bruckmann.

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