Hofmann: Basel II darf keine Verteuerung der Unternehmenskredite bringen

Kreditausstattung der Klein- und Mittelbetriebe muß gesichert bleiben - Reformkoalition beschließt Antrag im Parlament

Wien, 13-12-2001 (OTS) Mit einem gestern Abend im Parlament beschlossenen Entschließungsantrag hat die Reformkoalition die Bedenken und Einwände der freiheitlichen Wirtschaftstreibenden zur Baseler Eigenkapitalvereinbarung aufgegriffen. Demnach müsse die Bundesregierung bei den Vorbereitungsarbeiten der Europäischen Kommission für die neuen Eigenkapitalvorschriften von Banken und Wertpapierfirmen (Basel II) die Bundesregierung im Interesse der österreichischen Wirtschaft, insbesondere der klein- und mittelständischen Wirtschaft, Position beziehen, betonte heute RFW-Bundesobmann NAbg. Max Hofmann.****

Es gelte vor allem sicherzustellen, daß die Kreditversorgung der KMU´s auch in Zukunft gesichert sei und es nicht durch neue Anforderungen zur Verteuerung der Kreditkonditionen komme. "Wirtschaftspolitisch unvertretbare Wettbewerbsverzerrungen sind zu verhindern. Finanzierungen der klein- und mittelständischen Unternehmen sollen dieselbe Risikobeurteilung bekommen wie Kredite an Private."

Wesentlich sei dabei auch, die österreichische Bankenstruktur zu berücksichtigen. Die neuen Regeln müßten auch von jenen kleineren Banken, die traditionell Kredite für KMU´s gewähren, erfüllbar sein. Bei den auf bankinterne Ratings gestützten Ansätzen sei die Festlegung eines unangemessenen Risikozuschlages für mittel- und längerfristige Kredite zu vermeiden. Weiters müsse sichergestellt sein, daß Kredite an Unternehmen mit höheren Ausfallswahrscheinlichkeiten nicht über Gebühr mit Eigenkapital zu unterlegen seien, fordert Hofmann.

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