EU wird Schwefelgehalt von Benzin und Diesel drastisch senken

Molterer: "Großer Erfolg für Umwelt und Gesundheit"

Wien/Brüssel (OTS) - Die Umweltminister der EU haben beim Umweltrat gestern, Mittwoch, in Brüssel Einigung über die Senkung des Schwefelgehaltes von Treibstoffen erzielt. Ab 2009 dürfen Benzin und Diesel nur noch einen Schwefelanteil von 10 Milligramm pro Kilogramm enthalten. Derzeit beträgt die Schwefelobergrenze für Diesel 350 Milligramm und für Benzin 150 Milligramm. "Wir haben damit einen großen Erfolg für die Umwelt und Gesundheit der Bevölkerung erzielt", zeigte sich Umwelt- und Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer erfreut.

Schon ab 2005 gilt für beide Kraftstoffarten eine Schwefelhöchstgrenze von 50 Milligramm. Außerdem müssen flächendeckend in der ganzen EU bereits sämtliche Kraftstoffe mit einem maximalen Schwefelgehalt von 10 Milligramm auf dem Markt sein, also jenem Limit entsprechen, das ab 2009 verpflichtend ist. Kraftstoffe mit 10 Milligramm Schwefel sind von besonderer Bedeutung für die Einführung fortschrittlicher Technologien zur Verbrauchs-und Emissionsreduktion bei Fahrzeugmotoren. In Österreich wird schon jetzt an vielen Tankstellen Benzin der Qualität "Super plus" abgegeben, das höchstens 10 Milligramm Schwefel enthält.

In Österreich kann außerdem weiterhin unverbleites Normalbenzin mit einer Oktanzahl von 91 verkauft werden. Auch das wurde gestern vereinbart. Österreich ist neben Deutschland und Dänemark jenes Land, in dem Normalbenzin mit 91 Oktan einen besonders hohen Marktanteil hat.

Zufrieden zeigten sich die Minister mit den Ergebnissen der Klimaschutz-Konferenz von Marrakesch, die im November stattgefunden hat. "Alle Mitgliedsstaaten haben sich dafür ausgesprochen, das Kyoto-Protokoll sowohl durch die EU als auch in den einzelnen Staaten rasch zu ratifizieren", berichtete Molterer. Damit soll ein Inkrafttreten des Protokolls rechtzeitig zum UN-Umweltgipfel von Johannesburg möglich werden, der für November 2002 terminisiert ist.

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