AKS: Nein zum GATS-Abkommen

Wien (SK) Die von der OBESSU (Organizing Bureau of European School Student Unions) ausgerufene Kampagne gegen das GATS-Abkommen wurde heute von der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) bundesweit mitgetragen. Bei eiskaltem Wetter machten AktivistInnen mit Geldscheinen vor dem Kopf auf die profitorientierte Politik der Welthandelsorganisation (WTO) und dem GATS-Abkommen aufmerksam. ****

GATS (General Agreement on Trade in Services) wurde 1994 als Ergebnis der "Uruguay- Runde" ins Leben gerufen. "Ziel des GATS ist die völlige Liberalisierung des Dienstleistungssektors, dementsprechend auch der Bildung", so Niki Kowall, Bundesvorsitzender der AKS. Laut Kowall würde dies von der Volksschule bis zur Universität zu einem Wettbewerb internationaler Anbieter führen.

Seit 1995 untersteht GATS der Verwaltung der WTO. "Die WTO hat internationalen Status gleich der UNO", erklärt Hiroshima Mandee, Vizepräsidentin der OBESSU. "Dadurch hat sie gesetzgebende und richterliche Macht. Österreich so wie alle anderen Mitgliedsstaaten der WTO würden sanktioniert, falls sie gegen Regeln wie sie etwa das GATS vorschreibt verstoßen", so die Bundesschülervertreterin.

"Offensichtlich wird die Gefahr von GATS massiv unterschätzt", so Kowall. "Wenn internationale Organisationen wie die WTO demokratisch legitimierte Regierungen sanktionieren kann, bedeutet das de facto den Verlust der Selbstbestimmung. Besonders im Bildungsbereich wird das mittelfristig zu einem elitären und undurchlässigen Zwei-Klassen-System führen", ist der SchülerInnenvertreter überzeugt.

"Diese Form der Globalisierung lehnen wir dezidiert ab", erklärt Kowall. "Die AKS bekennt sich klar als Teil der sogenannten Anti-Globalisierungsbewegung", so der Bundesvorsitzende. (Schluss) se/mm

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