Leikam: Bundeskriminalamt ist ein weiterer Anschlag auf die Sicherheit im ländlichen Raum

Wien (SK) Als weiteren Anschlag auf die Sicherheit im ländlichen Raum bezeichnete SPÖ-Abgeordneter Anton Leikam die mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ beschlossene Errichtung des Bundeskriminalamtes.

Laut Leikam werden durch die Schaffung des rund 650 Beamte umfassenden Bundeskriminalamtes nicht weniger als 140 Polizisten und Gendarmen aus dem gesamten Bundesgebiet von diesem "zentralistischen Moloch geschluckt". "Nach den unseligen Postenschließungen und der verunglückten Neustrukturierung der Cobra ist die Schaffung des Bundeskriminalamtes somit eine weitere Schwächung der Sicherheitsstrukturen am Lande. Denn jene Beamte, die nun quasi als Supercops im BKA ihren Dienst versehen müssen, hinterlassen an ihren bisherigen Dienststellen nicht wieder zu schließende Lücken", fürchtet der Kärntner Abgeordnete um die Sicherheit in den Dörfern und Städten des ländlichen Raums.

Obwohl Strassers "Reförmchen" im Bereich des Innenressorts bisher kaum dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung, dafür aber umsomehr der Erreichung des Nulldefizits dienten, hat Leikam die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass der Innenminister seine bisherigen Schritte zu Lasten der inneren Sicherheit unseres Landes nochmals überdenkt. "Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Stille. Der Christdemokrat Strasser sollte diese Tage intensiv nutzen, um in sich zu gehen und zu überlegen, ob es vernünftig ist, als Innenminister ein Projekt nach dem anderen gegen die Interessen seiner Beamten und die der Bevölkerung durchzupeitschen, nur um Finanzminister Grasser seine Budgetnull zu ermöglichen. Als Manager in der Privatwirtschaft wäre Strasser mit seinem Einsparungskurs voll im Trend, als Innenminister hat ihm aber das Wohle der Menschen und nicht nur die Budgetbilanz am Herzen zu liegen", so Leikam abschließend. (Schluss) se/mm

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