Umfangreicher ORF-Programmschwerpunkt zum "Europäischen Jahr der Sprachen 2001"

Abschlusspressekonferenz über das "Jahr der Sprachen - mit Sprachen in die Zukunft" mit Bundesministerin Elisabeth Gehrer und Wolfgang Lorenz

Wien (OTS) - Europarat und Europäische Union haben das Jahr 2001 zum "Europäischen Jahr der Sprachen" erklärt. Dieses Aktionsjahr sollte Interesse und Freude am Entdecken und Erleben von Sprachen wecken und Menschen aller Altersgruppen und Bildungsbereiche ansprechen. Aus Anlass des zu Ende gehenden "Jahres der Sprachen" fand am Donnerstag, dem 13. Dezember 2001, im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eine Pressekonferenz statt, bei der Bundesministerin Elisabeth Gehrer und Wolfgang Lorenz, Leiter der ORF-Hauptabteilung Planung und Koordination, eine positive Bilanz über die Aktivitäten Österreichs zogen. Im Rahmen dieser europäischen Aktion war der ORF in Österreich Medienpartner des Bundesministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft.

ORF-Programmschwerpunkte in Fernsehen, Radio und Internet
Der ORF setzte 2001 umfassende Programmschwerpunkte in Fernsehen, Radio und Internet. Mit all seinen Aktivitäten, sowohl sach- und serviceorientierter als auch spielerischer Art, wollte der ORF das Bewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher für die Ziele des "Jahres der Sprachen" vertiefen. Der Programmbogen reichte von Dokumentationen und der Aufarbeitung wissenschaftlicher Tagungen über Kurzbeiträge bis zu Impuls schaffenden Spotkampagnen, Gewinnspielen und spielerischen Elementen beim Sprachpavillon. Zusätzlich zu den ausgewählten Programmschwerpunkten berichtete der ORF ganzjährig in all seinen Medien über aktuelle und längerfristige Aktivitäten zum österreichischen Aktionsjahr. Der Beitrag des ORF zum "Jahr der Sprachen" wollte insbesondere auch auf die für die kulturelle Vielfalt Österreichs so wichtige Frage der Minderheitensprachen hinweisen.

Bundesministerin Elisabeth Gehrer: Interesse an Sprachen wecken "Sprachen sind das Tor zu Welt. Mit dem ‚Europäischen Jahr der Sprachen 2001' ist es gelungen, bei vielen Menschen Interesse an Sprachen zu wecken. Rund 1,7 Mio. Menschen sind in diesem Schwerpunkt in rund 500 Veranstaltungen in ganz Österreich erreicht worden. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit dem ORF und mit weiteren 17 Partnerorganisationen und durch die intensive Berichterstattung in den Printmedien - an die 400 Artikel konnten gezählt werden - ist es gelungen, bei vielen Menschen das Interesse an Sprachen zu wecken."

Wolfgang Lorenz: Sprache als wichtigstes Kulturgut
"Die Schwerpunktprogramme des ORF ereigneten sich trimedial, also in Fernsehen, Radio und Internet. Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit besteht aus Sprache, daher haben wir uns nicht nur ‚pflichtmäßig' mit dem Thema Sprache auseinandergesetzt, sondern es hat auch Spaß gemacht. Die ORF-Schwerpunkte 2001 zum ‚Jahr der Sprachen' wurden, laut einer Umfrage, von 66 Prozent als sehr gut oder gut bewertet, und 74 Prozent gaben der Aktion ihre Zustimmung. Der Umgang mit der eigenen Sprache sollte sorgfältiger und initiativer genutzt werden, denn die Sprache ist ein wichtiges Kulturgut."

Das "Jahr der Sprachen" im Fernsehen (Auswahl)
"Modern Times Spezial I" (Stottern), "Modern Times Spezial II" (Die Zukunft der Sprachen), "Treffpunkt Kultur" (Sprache und Neue Medien), "Brennpunkt" (Im Zeichen der Schrift), "Ins Land einischaun" (Sprachliche Vielfalt im Alpen-Adria-Raum), "Heimat fremde Heimat - Spezial" (Der Mensch und das Ohr - Gebärdensprache), "Willkommen Österreich" (u.a. Zweisprachige Kindererziehung, Sprachpavillon, Anglizismen), "Die Barbara Karlich Show" (österreichische Dialekte); "Bundesland heute" (verschiedene Berichte über regionale Initiativen, Präsenz Sprachpavillon), "schöner leben" (Sprachen lernen und Sprachreisen für Senioren), "Frisch gekocht ist halb gewonnen" (eine Woche Speisen aus EU-Ländern), "Confetti TiVi" (u. a. Sprachkurse für Kinder, Quiz) sowie - im fiktionalen Bereich - der Spielfilm "Nell" mit Jodie Foster.
Auch in 3sat (z. B. Wissenschaftsmagazin "nano") und dem Bildungs-und Wissenschaftskanal des bayerischen Rundfunks, BR-alpha, gab es Zulieferungen des ORF über die Aktivitäten Österreichs im "Jahr der Sprachen". Auf ALPHA Österreich, dem ORF-Fenster in BR-alpha, das ab Jänner 2002 von Montag bis Freitag ausgestrahlt wird, wird am 14. Dezember die Sendung "Wie bitte? Die meisten Österreicher sprechen:
bairisch" gesendet: Eine 60-minütige Dokumentation aus ORF Beiträgen über das "Jahr der Sprachen" in Österreich, Sendebeginn: 22.00 Uhr.

Das "Jahr der Sprachen" im Radio
Im Radio berichtete der ORF in Österreich 1, den Regionalradios, Radio Österreich International, Ö3 und FM 4 ausführlich über das "Jahr der Sprachen".
Zusätzlich zur aktuellen Berichterstattung brachte z. B. Ö3 in den Schwerpunktwochen Anfang Mai täglich in der Frühsendung die "Ö3 Wecker Checker" zum "Jahr der Sprachen". Radio Kärnten kreierte beispielsweise die Aktion "100 Worte in 100 Tagen". Die Aktion wurde gemeinsam mit Partnersendern aus Italien und Slowenien durchgeführt und auch von Radio Steiermark übernommen.
Ö1 berichtete ganzjährig in "Wissen aktuell" und den Nachrichten-Journalen und gestaltete in den Schwerpunktwochen zahlreiche Sendungen zum Aktionsjahr - zum Beispiel: "Tonspuren" (Das Meidlinger L), "Dimensionen" (Das Ende Babels? Bedrohte Sprachenvielfalt), "Radiokolleg" (4 x 25 Minuten, u. a. Zukunft der Sprachen, Esperanto, Dialekte, Wortschatz), "Salzburger Nachtstudio" (Sprache der Öffentlichkeit und Jargon der Cliquen), "Der Österreich 1 Essay" (Vom Reichtum der Sprache, Karl Markus Gauß), "Von Tag zu Tag" (Ist Deutsch nicht cool genug - oder doch Rollbrett statt Skateboard).

Internet
science.orf.at
Der neue Internet-Wissenschaftskanal von ORF.at liegt in der Verantwortung der Ö1-Wissenschaftsredaktion und gilt als Plattform für die jüngsten Entwicklungen und Erkenntnisse aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie für Berichte über Bildungspolitik, Veranstaltungen und Symposien. Zum "Jahr der Sprachen" stellte der Internet-Wissenschaftskanal Originalbeiträge von Wissenschaftlern zum Thema "Sprachen" sowie Berichte mit Bezugnahme auf inhaltliche Schwerpunkte und Symposien zum Aktionsjahr ins Netz. Zum Beispiel zu den Themen "Kosten der Mehrsprachigkeit", "Bilingualität und Schule" oder "Der Einfluss des Englischen".
Sämtliche Berichte können unter Verwendung des Suchbegriffs "Sprache" weiterhin unter »science.orf.at« abgerufen werden.

Der Sprachpavillon
Der Sprachpavillon von ORF und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur war der sichtbare Kristallisationspunkt der Aktivitäten zum "Jahr der Sprachen". Der Sprachpavillon tourte 2001 durch Österreich und machte jeweils an einem Tag in einer der neun Landeshauptstädte an frequentierten Plätzen Station. Der Sprachpavillon warb für die Ziele und Anliegen des Aktionsjahres. Wichtig dabei war, dass die Besucher ihre Hemmschwelle, fremde Sprachen zu sprechen, "spielerisch" leicht verlieren: So konnten die Besucher bei Karaokewettbewerben ihren persönlichen Lieblingshit nachsingen oder im Sprachen-Café bestellen wie in Griechenland oder Frankreich - eine mehrsprachige Imbisskarte half dabei. Im Rahmen des "Jahres der Sprachen" förderte die EU-Kommission mit rund 82 Millionen Schilling insgesamt 185 Projekte.

(Photos via APA)

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