ÖAMTC: In der Weihnachtszeit promillefrei und sicher unterwegs

Berichtigung im zweiten Absatz muss es wie folgt richtig heißen:

Besonders gefährdet sind männliche Verkehrsteilnehmer im Alter zwischen 15 und 34 Jahren.

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ÖAMTC: In der Weihnachtszeit promillefrei und sicher unterwegs=

Utl.: Hochsaison für Planquadrate - Keine Milde bei Alkoholdelikten

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Glaubt man der offiziellen Statistik, sind knapp sechs Prozent aller tödlichen Unfälle auf Alkohol zurückzuführen. Die Dunkelziffer ist allerdings noch weit höher ", schlägt Eva Wurm, ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexpertin, Alarm. Im ersten Halbjahr 2001 passierten 1.159 Unfälle durch Trunkenheit am Steuer, 1.627 Personen wurden dabei verletzt. Alkohol steht als (Mit-) Ursache von tödlichen Verkehrsunfällen nach wie vor an fünfter Stelle.

Eine Tatsache lässt sich nicht verleugnen: Die Einführung der 0,5 Promille Regelung im Jahr 1998 war zwar am Beginn erfolgreich, aber die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss steigt wieder rapide an. Besonders gefährdet sind männliche Verkehrsteilnehmer im Alter zwischen 15 und 34 Jahren. An erster Stelle auf der Liste der tödlichen Promille-Irrtümer steht Selbstüberschätzung.

Gefährliche Alkohol-Verführer: Weihnachtsmärkte und Firmenfeiern

Gerade in der Vorweihnachtszeit wird man besonders oft zum Alkohol-Konsum animiert. Auf Weihnachts- und Firmenfeiern, Christkindlmärkten und an Punschständen wird Hochprozentiges ausgeschenkt und selbst zum "Aufwärmen" wird bei Kälte Punsch, Glühwein oder Jagatee getrunken.

Die oft gestellte Frage, wie viel Punsch man trinken darf, damit man noch unter 0,5 Promille ist, lässt sich nicht so einfach beantworten. Eva Wurm: "Bei diesen Getränken handelt es sich um eine konzentrierte Mischung verschiedener Alkoholika und jeder Menge Zucker. Es kann nie genau gesagt werden, wie nachteilig sich ein solches 'Gebräu' auf die Fahrtüchtigkeit auswirkt."

Vor dem ersten Schluck eine kluge Entscheidung treffen

"Unabhängig davon sollte man sich nicht an die Promillegrenze herantrinken und dem Motto 'Wer fährt, trinkt nicht und wer trinkt, fährt nicht' treu bleiben", appelliert Eva Wurm. Rechtzeitig vor dem ersten Schluck Alkohol muss eine kluge Entscheidung getroffen werden:
Entweder man entschließt sich, gar nichts zu trinken und mit dem Auto nach Hause zu fahren, oder man verwendet die öffentlichen Verkehrsmittel gleich beim Hinfahren, wenn man vor hat, Alkohol zu trinken.

"Vielen fehlt es nach wie vor an Bewusstsein, dass es schon bei einer geringen Menge Alkohol zu massiven Beeinträchtigungen kommen kann", sagt die Verkehrssicherheitsexpertin. Die Selbsteinschätzung verändert sich, die Risikobereitschaft steigt, die Reaktionszeit verlängert sich und es kommt zum sogenannten Tunnelblick. In weiterer Folge werden Geschwindigkeiten falsch eingeschätzt und das Unfallrisiko steigt um ein Vielfaches.

Keine Milde bei Alkoholdelikten - Nicht nur in der Vorweihnachtszeit

Bei der Exekutive ist in der Vorweihnachtszeit Hochsaison für Planquadrate. Auf Milde bei Alkoholdelikten braucht nicht gehofft zu werden. ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass sich jeder Autolenker - auch wenn er keinen Alkohol konsumiert hat - bei Aufforderung dem Alkotest unterziehen muss. Wer einen Test verweigert, wird automatisch als alkoholisiert gewertet.

Wer alkoholisiert erwischt wird, muss sich auf Sanktionen, wie Geldstrafen, Nachschulungen, der Abnahme der Fahrzeugschlüssel bis hin zur Führerscheinentziehung gefasst machen: Schon zwischen 0,5 und 0,79 Promille muss jeder Autolenker mit einer Verwaltungsstrafe zwischen S 3.000 (218,02 Euro) und S 50.000 (3.633,64 Euro) rechnen, beim zweiten Verstoß innerhalb eines Jahres kommt es ab 0,5 Promille unweigerlich zur Führerscheinentziehung. Für Berufskraftfahrer, die für längere Zeit keinen Führerschein haben und ihren Beruf nicht mehr ausüben können, ist damit unter Umständen auch der Jobverlust verbunden. Für Probeführerscheinbesitzer gilt eine 0,1 Promilleregelung. Bei Verstoß muss man eine Nachschulung absolvieren.

Wer alkoholisiert einen Unfall verursacht, muss sich zumindest ein erhebliches Mitverschulden vorwerfen lassen. "Vermutlich wird die Haftpflichtversicherung gegen den Lenker Regressforderungen erheben und Kasko- und Rechtsschutzversicherung werden ihre Leistungen verweigern", erklärt Martin Hoffer die "nüchternen" Konsequenzen von Trunkenheit am Steuer.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/ Elvira Oberweger

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