Weiterhin große Unterschiede zwischen nationalen und internationalen Standards der Unternehmensberichterstattung

Eine gemeinsame Studie der großen, internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften untersuchte wesentliche Differenzen zwischen nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften Wien (OTS) - Eine Untersuchung der sieben größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zeigt Defizite im Bereich der Harmonisierung der Rechnungslegungsstandards. Nur ein Drittel der 62 untersuchten Länder haben Pläne, ihre nationalen Rechnungslegungsvorschriften an die internationale Entwicklung anzupassen. Bei der Hälfte der untersuchten Länder bestehen noch immer wesentlichen Differenzen zwischen den nationalen und internationalen Vorschriften für die Rechnungslegung und Berichterstattung von Unternehmen. Die rasche Entwicklung im Bereich der internationalen Rechnungslegung wird diese Unterschiede noch vergrößern, wenn nicht die nationalen Behörden ihre Anstrengungen zur Harmonisierung verstärken.

"Eine gemeinsame internationale Sprache der Rechnungslegung und Berichterstattung von Unternehmen wird in einer Zeit zunehmender grenzüberschreitender Investitionen und verstärkter Finanzberichterstattung im Internet unterschiedliche nationale Regelungen verdrängen", sagt Mag. Helmut Kerschbaumer von KPMG. "Regierungen, Regulierungsbehörden, Investoren und Wirtschaftsprüfervereinigungen sind aufgefordert, aktiv an einer Harmonisierung der Standards für die Rechnungslegung und Berichterstattung mitzuarbeiten."

Die Wirtschaftsprüfer von Andersen, BDO, Deloitte Touche Tohmatsu, Ernst & Young, Grant Thornton, KPMG und PricewaterhouseCoopers unterstützen gemeinsam einen weltweit einheitlichen Rahmen für die Finanzberichterstattung, basierend auf den International Accounting Standards (IAS). Ein derartiges Regelwerk verbessert das Vertrauen der Investoren durch größere Transparenz und Vergleichbarkeit finanzieller Informationen und leistet damit einen wesentlichen Beitrag für die Stabilität der internationalen Geld- und Kapitalmärkte.

Die oben erwähnte Studie "GAAP 2001" ist unter der Adresse http://www.ifad.net abzurufen. Am österreichischen Teil der Studie arbeiteten die lokalen Büros von Deloitte Touche Tohmatsu, Ernst & Young, KPMG und PricewaterhouseCoopers mit. Untersucht wurden die wichtigsten Rechnungslegungsregelungen in 62 Ländern um zu sehen, in welchen Fällen nationale Vorschriften mit den International Accounting Standards (IAS) übereinstimmen und wo nicht.

Vor dem Hintergrund des Vorschlags der Europäischen Kommission, wonach alle börsennotierten Unternehmen in Europa für ihre Konzernabschlüsse ab dem Jahr 2005 IAS zugrundelegen müssen, ist eine Harmonisierung dieser Rechnungslegungsstandards dringend notwendig. "Die Einführung einer einheitlichen Finanzberichterstattung für gelistete Unternehmen in Europa wird sowohl für die Unternehmen als auch die Investoren einen großen Vorteil in Richtung mehr Transparenz und besserer Vergleichbarkeit bringen", sagt Frits Bolkestein, für den Binnenmarkt zuständiger Kommissar der Europäischen Gemeinschaft. Zwar sind aufgrund der Untersuchung in manchen Ländern vermehrte Anstrengungen festzustellen, die nationalen Rechnungslegungsregeln an internationalen Standards anzupassen, aber weiterhin bestehen wesentliche Differenzen, sodaß die Harmonisierung der Rechnungslegung eine zunehmend wichtigere Aufgabe in einzelnen Ländern, vor allem in der Europäischen Gemeinschaft, darstellt.

Dr. Aslan Milla, PricewaterhouseCoopers, Projektleiter für die Beiträge aus Österreich: "GAAP 2001 bringt einen Überblick der aktuellen Entwicklung in Richtung eines globalen Standards der Rechnungslegung und Berichterstattung. Rechnungslegungsregeln, die zwischen Ländern vergleichbare Standards schaffen, sind nur ein erster wichtiger Schritt. Allerdings kann, solange diese Standards nicht umfassend angewendet und überprüft werden, eine entsprechende Qualität der Finanzberichterstattung nicht erreicht werden. Regierungen, Wertpapieraufsichtsbehörden, Wirtschaftsorganisation, Investoren und Abschlußprüfer müssen in allen Ländern gemeinsame Anstrengungen setzen, um eine nachhaltige Verbesserung der Finanzberichterstattung sicherzustellen."

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