Heute richtungweisender Nationalratsbeschluss - neues Sanitätergesetz schafft endlich geregelte Standards für Sanitäter

Wien (OTS) - Im Plenum des Nationalrates wird heute über das neue Sanitätergesetz abgestimmt. Der Ministerrat hatte bereits Anfang November das neue Gesetz beschlossen. Dem heutigen Parlamentsbeschluss ging ein jahrelanges Ringen der "Blaulichtorganisationen" für eine neue gesetzliche Basis Ihrer Arbeit voran. "Das Sanitätergesetz stellt einen Quantensprung in der Ausbildung für alle österreichischen Sanitäterinnen und Sanitäter dar", sagt Bernhard Jany, Sprecher des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK). Der Gesetzestext wurde in enger Zusammenarbeit mit dem ÖRK entwickelt und löst das MTF-SHD-Gesetz von 1961 ab, das absolut veraltet war. Jany weiter: "Die letzten neun Jahre hat das Rote Kreuz dafür gekämpft, dass die Ausbildung bundesgesetzlich geregelt wird! Endlich gibt es klare Richtlinien."

Der Gesetzesentwurf wurde vom ÖRK in Absprache mit den anderen Blaulichtorganisationen entwickelt. "Das bedeutet: Das Gesetz ist praxisnah, bedarfsorientiert, es berücksichtigt alle notwendigen Modernisierungen. Die ca. 41.000 freiwilligen Sanitäterinnen und Sanitäter in Österreich, 32.000 von ihnen arbeiten beim Roten Kreuz, werden mit der neuen Ausbildung ebenso Verbesserungen erleben wie ihre hauptberuflichen Kolleginnen und Kollegen", so Jany. Die neue Ausbildung ist in Modulen aufgebaut, die auch für Freiwillige problemlos zu absolvieren sind und bieten verpflichtende Fortbildung und interessante Weiterbildungsmöglichkeiten. Darüber hinaus werden die Kompetenzen für die Lebensretter erweitert und umfassend definiert. In Zukunft werden die Sanitäterinnen und Sanitäter in Österreich noch besser und mehr Menschenleben retten können.

Detaillierte Informationen zum Sanitätergesetz sowie den Text der beschlossenen Regierungsvorlage finden Sie unter:
www.roteskreuz.at/108.html

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Mag. Bernhard Jany
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