Hohe Auszeichnung für Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder

Wien, (OTS) Landeshauptmann Dr. Michael Häupl überreichte am Mittwoch im Roten Salon des Wiener Rathauses an Vizebürgermeister und Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Sepp Rieder das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien. An der kleinen Feier nahmen zahlreiche Mitglieder des Stadtsenates, die Präsidenten des Landtages, leitende Beamte und Vertreter der Wiener Wirtschaft teil.

Landeshauptmann Häupl sagte, dieser Orden sei die "sichtbare Dankbarkeit der Stadt". Dr. Rieder habe mit seiner Ausgeglichenheit, mit seiner Umsicht und mit seinem Wissen wichtige und schwierige Materien, wie etwa Finanzausgleich, Verwaltungsreform mit einer Zähigkeit bewältigt. Als Finanzstadtrat habe er mit seiner Sachkenntnis mit den anderen Bundesländern und dem Bund vieles erreichen können. Häupl erinnerte an die große Leidenschaft des Geehrten, nämlich die Juristerei. Er habe an den großen Rechtsreformen unter dem damaligen Justizminister Broda mitgewirkt.

Dr. Rieder sagte, er freue sich über diese Auszeichnung, sie habe einen hohen Symbolgehalt. Am aktuellen Beispiel der Ereignisse um das Semperit-Reifenwerk sagte er, ihm fehle heute oft das Mitleid in der Politik. Die Politik müsse für die Menschen da sein und dürfe nicht nur abstrakte Größen mit Management-Mentalität sehen.****

Lebenslauf

Sepp Rieder wurde am 25. Dezember 1939 in Wien geboren. Nach der Matura begann er 1957 mit dem Studium der Rechtswissenschaften, das er 1961 mit der Promotion zum Dr. juris abschloss. Von 1962 bis 1965 war Dr. Rieder Richteranwärter. Am 1. September 1965 wurde er zum Bezirksrichter ernannt. Dr. Rieder wurde dem Justizministerium zugeteilt und war dort zuletzt Leiter der Abteilungen für Straflegislative und für Öffentlichkeitsarbeit. Rieder war ein enger Mitarbeiter des damaligen Justizministers Dr. Christian Broda. In dieser Funktion war Rieder maßgeblich an der großen Strafrechtsreform beteiligt, in deren Rahmen er an wesentlichen Verbesserungen sowohl in der Entwicklung des Strafrechts als auch im Strafvollzug selbst mitgearbeitet hat.

Ab 1983 war Dr. Rieder Abgeordneter zum Nationalrat und Justizsprecher der SPÖ. Seit Februar 1988 war er auch Landesparteisekretär der Wiener SPÖ.

Rieder war Lehrbeauftragter für Medienrecht und Berufsrecht der Journalisten am Publizistikinstitut der Universität Salzburg und veröffentlichte eine Reihe von Fachbüchern zum Strafrecht, Strafprozessrecht und Medienrecht.

Am 15. Dezember 1989 wurde Dr. Rieder vom Wiener Gemeinderat zum Amtsführenden Stadtrat für Gesundheits- und Spitalswesen gewählt, vom 7. November 1994 bis 29. November 1996 bekleidete er zusätzlich das Amt des Wiener Vizebürgermeisters. In seiner Amtszeit wurden wesentliche Voraussetzungen für die geordnete Weiterentwicklung des Wiener Gesundheits- und Spitalswesens, dem budgetär und personell größten Bereich der Bundeshauptstadt, geschaffen.

In den Jahren seiner Amtsführung wurde die Wiener Spitalsreform mit dem Gesundheits- und Krankenanstaltenplan 1990 und der Einrichtung des Verbundes der Wiener städtischen Krankenanstalten und Pflegeheime abgeschlossen. Hand in Hand damit ging eine beachtliche Verbesserung der Personalsituation, vor allem im Pflegebereich. Ebenfalls auf Initiative von Dr. Rieder wurde in Wien die erste weisungsfreie und unabhängige Patientenanwaltschaft Österreichs geschaffen, die Vorbild für ähnliche Einrichtungen in ganz Europa wurde. Weiters erhielt die österreichische Bundeshauptstadt unter der Ägide von Rieder im Jahr 1998 als eine der ersten Städte weltweit ein eigenes Frauengesundheitsprogramm, das konsequent und umfassend umgesetzt wird.

Am 14. Dezember 2000 übernahm Dr. Sepp Rieder das Amt des Stadtrates für Finanzen, Wirtschaftspolitik und Wiener Stadtwerke und ist somit für das Gesamtbudget der Stadt Wien in Höhe von rund 140 Milliarden Schilling verantwortlich. Am 27. April 2001 wurde Dr. Rieder vom Wiener Gemeinderat erneut zum Vizebürgermeister der Stadt Wien gewählt.

Neben seiner Funktion als Amtsführender Stadtrat und Vizebürgermeister ist Dr. Sepp Rieder seit 22. September 1990 Präsident des Bundes Sozialdemokratischer Akademiker (BSA) sowie seit dem Frühjahr 1993 Zweiter, und seit November 1999 Erster Präsident der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft. (Schluss) fk/vo

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