Leitl übergibt 25 konkrete Kooperationsangebote österr. Firmen an Usbekistans Präsident Karimov - BILD (web)

Usbekischer Staatspräsident Islam Karimov und Bundespräsident Thomas Klestil heute in der WKÖ - Reges Außenhandelsinteresse österreichischer Firmen

Wien (OTS) - "Die österreichischen Unternehmen zeigen reges Interesse am Ex- und Importhandel mit der aufstrebenden Republik Usbekistan. Rund 90 Vertreter österreichischer Exportfirmen nehmen heute an dem WKÖ-Firmenforum mit dem usbekischen Staatspräsidenten Islam Karimov und einer hochrangigen Delegation teil", erklärt WKÖ-Präsident Christoph Leitl, der heute, Mittwoch, gemeinsam mit Bundespräsident Thomas Klestil Präsident Karimov in der Wirtschaftskammer Österreich empfängt. Leitl übergibt Präsident Karimov bei dieser Gelegenheit 25 Firmen-Memoranden mit konkreten Kooperationsangeboten österreichischer Firmen.

Das große Entwicklungspotential Usbekistan beruht in erster Linie auf seinem Rohstoffreichtum. Das rund fünf mal so große Land wie Österreich ist der zweitgrößte Baumwollproduzent und der sechstgrößte Goldproduzent der Welt, wodurch es in der Lage ist, im internationalen Handel Devisen zu generieren. Hinzu kommen Öl- und Gasvorkommen, deren Erschließung und Vermarktung mit Hilfe ausländischer Investoren vorangetrieben werden sollen.

"Wirtschaftliche Kooperationsmöglichkeiten in Usbekistan ergeben sich für österreichische Firmen vor allem im Bereich der Leichtindustrie, insbesondere beim Verpackungswesen, der Holzverarbeitung, der Lebensmittelverarbeitung sowie im Molkereibereich", erläutert Leitl. Darüber hinaus gebe es nach wie vor Möglichkeiten beim Ausbau des Eisenbahnwesens, bei dem Österreich bereits zum Zug gekommen ist, sowie in der Bauindustrie. "Um diese Chancen auch rechtzeitig zu ergreifen, veranstaltet die Wirtschaftskammer Österreich im kommenden Jahr eine Wirtschaftsmission nach Usbekistan und die Nachbarstaaten Tadschikistan und Kirgisistan", berichtet Leitl.

Die österreichischen Exporte nach Usbekistan - vor allem Maschinenbauerzeugnisse, Fahrzeuge, Eisen und Stahl, Lebensmittel und chemische Produkte - betrugen im Vorjahr rund eine halbe Milliarde Schilling. Importiert wurden in erster Linie Baumwolle sowie verschiedenste Rohstoffe im Wert von 200 Millionen Schilling.

Usbekistan, seit 1991 selbständige Republik, verzeichnete in den letzten Jahren durchwegs ein jährliches BIP-Wachstum von 4 bis 5 %. Auch wenn die Restrukturierung der Wirtschaft noch langsam voranschreitet, sind vor allem am Bankensektor wesentliche Verbesserungen durch eine Liberalisierung und Umstrukturierung der Branche zu verzeichnen. Positive Auswirkungen auf die usbekische Wirtschaft werden auch vom Projekt der "Neuen Seidenstraße" erwartet, das einen eurasischen Verkehrskorridor zur Beförderung von Erdöl und Gold vorsieht. (Ne)

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