SP-Muttonen zu Klagenfurter Subventionsbericht

Wien (SK) Mehr Transparenz und ein Ende des "kulturpolitischen Schrumpfkurses" fordert die Villacher Nationalratsabgeordnete und SP-Kultursprecherin Christine Muttonen für die Kärntner Kulturpolitik. Die Nicht-Veröffentlichung des Klagenfurter Subventionsberichtes sei ein plakatives Beispiel für die Missachtung "selbstverständlicher demokratischer Spielregeln": "Die Geheimniskrämerei um den Klagenfurter Subventionsbericht ist unglaublich und demokratiepolitisch bedenklich: Die Veröffentlichung des jährlichen Subventionsberichtes entspräche einer Information der SteuerzahlerInnen über die Verwendung ihrer Steuergelder und müsste doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit darstellen", sagte Muttonen. ****

Allerdings, so Muttonen weiter, ohne publizierten Subventionsbericht können auch die Kürzungen in der Kulturförderung nicht transparent nachvollzogen werden: "Und das dürfte wohl einer der Hauptgründe für derartige 'Top-Secret-Aktionen' sein: ohne Information keine unerwünschte öffentliche Diskussion."

Der Klagenfurter Subventionsbericht füge sich "als weiteres Puzzlesteinchen in die schiefe Optik in der Kärntner Kulturpolitik" ein: auf Landesebene und im kommunalen Bereich werde alles, was auch nur entfernt mit kritischer oder zeitgenössischer Kunst zu tun haben könnte, unterdrückt, indem es einfach nicht mehr finanziert werde. "Die Liste der vom Schrumpfkurs betroffenen Initiativen ist lang; nur ein Beispiel dafür ist das für vorbildliche regionale Kulturarbeit ausgezeichnete Universitätskulturzentrum Unikum", erklärte Muttonen am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

"Die zeitgenössische Kultur in Kärnten wird zulasten von kostspieligen Haider-Eigenwerbekampagnen a la 'Kärnten blüht auf' und zugehörigen Events ausgeblutet; letztendlich wird in Kärnten nur mehr Eventkultur vorhanden sein", sagte Muttonen abschließend. (Schluss) wf/mm

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