Korrektur zu OTS 0041

Die zwei Korreturen zur OTS-Meldung 0041 sind in der aktuellen OTS-Meldung als VERSALIEN gekennzeichnet. Im Absatz drei und Absatz vier fehlten zwei Wörter. Korrigierte Fassung:

Pirklhuber zu BSE: Gravierende Versäumnisse von Haupt und Molterer Grüne fordern dringliche Reformen und Behebung von Mängeln=

Wien (OTS) "Die Verharmlosungsstrategie des ersten österreichischen BSE-Falles durch die BM Haupt und Molterer ist völlig unverständlich und unakzeptabel", kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen Wolfgang Pirklhuber.

BM Haupt habe zwar alle Landesveterinärdirektoren angewiesen, Amtskräfte, Tierärzte und SchlachthofmitarbeiterInnen nochmals in Sachen BSE zu schulen. Die dafür unerlässlichen Merkblätter mit einer Definition, was ein BSE-Verdachtsfall sei - wie dies im EU-Kontrollbericht vom 27. Juli 2001 gefordert wurde - liegen bis heute nicht vor. "Wie sollen die Menschen geschult werden, wenn Haupt die notwendige Schulungsunterlage nicht bereitstellt", argumentiert Pirklhuber.

Auch die Überwachung der Kontrolle des Tiermehlverfütterungsverbotes BEI landwirtschaftlichen BETRIEBEN liegt in Haupts Verantwortung. "Laut EU-Bericht konnte kein einziges Untersuchungsergebnis vorgewiesen werden", konstatiert der Grün-Abgeordnete.

"Abgesehen von den ohnehin sichtbaren Mängeln rund um die ‚vertauschten Proben‘ ist der Verlust des wichtigsten Identifizierungsmerkmales, nämlich der Ohrmarken-Nummer, einfach skandalös und ungeheuerlich, denn die eindeutige Kennzeichnung von RINDERN ist die unabdingbare Voraussetzung für wirksame Maßnahmen gegen BSE", stellt Pirklhuber fest.

Pirklhuber konkretisiert auch seine Kritik an BM Molterer: Am Beispiel der amtlichen Futtermittelkontrolle, die im Aufgabenbereich des Landwirtschaftsministeriums liegt, lassen sich die Versäumnisse klar sichtbar machen. 1998 waren nur 2,5 Prozent (3 von 121 Proben) der Futtermittelproben mit Tiermehl verunreinigt. Im Jahr 2000 waren es bereits 14 Prozent (28 von 205 Proben) und von den 107 Proben aus dem Jahr 2000, die erst 2001 untersucht wurden, waren fast 30 Prozent (31 von 107) verunreinigt. "Die verstärkten Kontrollen haben offensichtlich dazu geführt, daß auch mehr gefunden wurde", so Pirklhuber.

Agrarsprecher Pirklhuber fordert BM Molterer auf, endlich die notwendigen Reformschritte einzuleiten: Als vertrauensbildende Maßnahme zur Absicherung eines gefahrlosen Rindfleisch-Konsums wäre die Herabsetzung der Altersgrenze für BSE-Tests von 30 Monaten auf 24 Monate wie in der BRD, jetzt das richtige Signal, fordert Pirklhuber, der abschließend darauf hinweist, daß in Deutschland im Frühjahr 2001 zwei BSE-Fälle unter 30 Monaten aufgetreten waren.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40110-6697
http://www.gruene.at
eMail: pressebuero@gruene.at

Pressebüro der Grünen im Parlament

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB/FMB