Wirtschaftspolitische Gespräche mit der Schweiz

Wien (BMWA/OTS) - Heute haben in Wien wirtschaftspolitische Gespräche zwischen Österreich und der Schweiz stattgefunden. Die schweizerische Delegation steht unter der Leitung von Botschafter Reding, den Vorsitz auf österreichischer Seite hat der für Außenwirtschaftspolitik und Europäische Integration im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit zuständige Sektionschef Mag. Mayer inne. Zur Diskussion stehen vor allem die bilateralen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und der Schweiz, Fragen der europäischen Integration sowie das Verhältnis Schweiz - EU und Multilaterale Fragen (WTO). ****

In absoluten Zahlen ist die Schweiz nach Deutschland, Italien und den USA der weltweit viertgrößte Abnehmer österreichischer Waren. So betrugen im Jahr 2000 die österreichischen Exporte in die Schweiz 4,41 Milliarden Euro, die österreichischen Importe aus der Schweiz 2,28 Milliarden Euro. Damit hat Österreich gegenüber der Schweiz einen eindrucksvollen Außenhandelsüberschuss. Von Jänner bis August 2001 betrugen die österreichischen Exporte in die Schweiz 33,95 Milliarden ATS (2,47 Milliarden Euro), die österreichischen Importe aus der Schweiz 20,53 Milliarden ATS (1,49 Milliarden Euro). Dies bedeutet bei den Exporten eine Abschwächung um 20,3% gegenüber dem Vorjahr - die auf Sonderfaktoren im Jahr 2000 zurückzuführen ist (ohne Sonderfaktoren gäbe es eine Exportsteigerung von etwa 2,7%) -und ein Importwachstum von 3,7% gegenüber dem Vorjahr. Angesichts der Verlangsamung der Weltkonjunktur handelt es sich somit um einen Zuwachs des Außenhandels auf sehr hohem Niveau.

Die wichtigsten Exportgüter in die Schweiz sind Maschinen, Straßenfahrzeuge, bearbeitete Waren (Papier, Pappe, Metallwaren, Holz); die wichtigsten Importgüter Maschinen, bearbeitete Waren sowie Medikamente und pharmazeutische Erzeugnisse.

Für kleine und mittlere Unternehmen ist die Schweiz ein idealer Einsteigermarkt. Das weitgehende Fehlen einer Sprachbarriere, die geographische Nähe und der gute Ruf österreichischer Produkte und Dienstleistungen bei den Eidgenossen sind wichtige Startvorteile. Ähnliche Konsumgewohnheiten, große Ansprüche an Qualität und ein hohes allgemeines Preisniveau schaffen gute Bedingungen für heimische Exportbetriebe.

An EU-Themen standen vor allem die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU sowie wirtschaftliche und handelspolitische Aspekte der Osterweiterung auf der Tagesordnung. Im Zusammenhang mit den multilateralen Fragen liegt der Diskussionsschwerpunkt auf dem Ergebnis der WTO-Ministerkonferenz von Doha. Sowohl aus österreichischer aus auch aus schweizerischer Sicht sind die Ergebnisse dieser Konferenz positiv zu bewerten. Es ist gelungen, eine neue umfassende Verhandlungsrunde zu initiieren. Damit ist ein wichtiger Schritt für den weiteren Ausbau und die Stärkung des multilateralen Welthandelssystems gesetzt worden, der vor allem für kleine, stark vom Außenhandel abhängige Länder wie die Schweiz und Österreich von entscheidender Bedeutung ist.

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