ÖBB: Lückenschluss von der Ostsee bis zur Adria- BILD (web)

Elektrifizierung des Streckenabschnittes Summerau - Staatsgrenze Tschechische Republik ist abgeschlossen

Wien (OTS) - Die Elektrifizierung des Teilabschnittes zwischen Summerau und Staatsgrenze ist erfolgreich abgeschlossen. Künftig wird der internationale Bahnverkehr, der zum Teil über unterschiedliche Traktionsstromsysteme verfügt, mit Hilfe einer modernen Systemtrennstelle hergestellt. Die Gesamtkosten für die Elektrifizierung betragen ATS 12 Mio. Mit der Inbetriebnahme des elektrifizierten Teilabschnittes Summerau - Staatsgrenze können Personen und Güter - über Prag und Linz - durchgehend, umweltfreundlich und effizient mit elektrischer Energie befördert werden. "Dieses Projekt verbindet Österreich mit wichtigen europäischen Ländern. Es ist aber auch ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen den ÖBB und den Partnerbahnen in Europa", verweist ÖBB-Generaldirektor Stellvertreter Helmut Hainitz auf die internationale Bedeutung des Lückenschlusses.****

Ein Blick zurück

Ein Blick zurück in der Geschichte des Mühlviertels und der des südböhmischen Nachbarn zeigt dem Betrachter eine Vielfalt an interessanten Einblicken in eine längst vergangene Zeit des Eisenbahnwesens. Seit Jahrhunderten bestand unter den Ländern an der Donau und Moldau bis hinauf in den hohen Norden ein reger Warenverkehr. Der Transport der Waren, wie der des Salzes ("weißen Goldes"), geschah zu dieser Zeit auf Pferdefuhrwerken. Um den Frachtverkehr effizienter und somit auch schneller zu gestalten, kam es Anfang des 19. Jahrhunderts zur Planung und Verwirklichung der Pferdeeisenbahn zwischen Budweis und Linz.

Am 1. August 1832 konnten ihre geistigen Väter Franz Anton Ritter von Gerstner und Matthias Schönerer diese Eisenbahnverbindung dem Betrieb übergeben. Mit der Umstellung auf Dampf endete die Ära der Pferdeeisenbahn im Jahre 1872.

Nach einer vierjährigen Bauzeit in der die 67 Kilometer lange Bahnstrecke von Linz bis Summerau elektrifiziert wurde, konnte im Jahre 1975 der Betrieb mit Elektrolokomotiven aufgenommen werden.

Mit Blick in die Zukunft

Alle Prognosen beweisen, die tragende Rolle spielt in Zukunft der grenzüberschreitende Güter- und Reiseverkehr. Am Beginn der Zukunft steht auch im Falle Summerau eine hochmoderne Technologie. Das fertiggestellte Teilstück wird - wie alle anderen elektrifizierten Strecken in Oberösterreich, Salzburg und der Weststeiermark - zentral durch die Regionale Leitstelle in Attnang/Puchheim überwacht und gesteuert. Sämtliche Schaltsequenzen erfolgen automatisiert, deren Durchführung wird mit einer Schaltbestätigung an die Regionale Leitstelle rückgemeldet.

Da beiden Bahnen über ein unterschiedliches Stromsystem (ÖBB: 15 kV/16 2/3 Hz;

CD: 25 kV/50 Hz) verfügen, wurde an der Grenze mit Blick auf die Erweiterung der Europäischen Union und auf die künftige Liberalisierung des internationalen Schienenverkehrs eine moderne Systemtrennstelle eingerichtet.

Werden gegenwärtig die Züge der Tschechischen Eisenbahnen (CD) von dieselbetriebenen Lokomotiven bis ins cirka drei Kilometer südlich der Grenze gelegene Summerau gezogen, wo ein Lokwechsel stattfindet, so können künftig moderne Zweisystemlokomotiven, wie die ÖBB-Lok "Taurus" der Baureihe 1116 auch während der Fahrt auf das andere Stromsystem umschalten. Damit wird der zeitaufwändige Lokwechsel in Zukunft überflüssig. Auch die CD werden ab Anfang 2002 über eigene Mehrfrequenzlokomotiven verfügen.

Eine stetige Verbesserung der Angebote wie, Fahrzeitverkürzung, durchgehende Zugverbindungen, hochwertiges Wagenmaterial, sowie das Vertrauen in moderne und zukunftsweisende Systeme sind Garantien, welche die Schiene gegenüber der Straße noch attraktiver machen wird.

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